Mit einem feierlichen Wortgottesdienst und einer Gedenkfeier beging die Kolpingfamilie in der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Tiengen den Kolpinggedenktag, bei dem gleichzeitig das 160-jährige Bestehen der Kolpingfamilie Tiengen gefeiert wurde. Wegen der Erkrankung von Pfarrer Ulrich Sickinger war kurzfristig nur eine Wortgottesfeier möglich, die von Mitgliedern der Kolpingfamlie unter der Regie von Ulricke Jensen eindrucksvoll gestaltet und von Johannes Jensen und Johannes Dörflinger, beide an der Trompete, sowie Fabiano Cedrola an der Orgel musikalisch umrahmt wurde.

In seiner Ansprache richtete Martin Jensen den Blick auf die Entstehung, Organisation, Aufgaben und den Stellenwert des Kolpingwerks in der heutigen Zeit und stellte fest: „Kolping ist eine offene Gemeinschaft, die fest im Glauben verwurzelt ist und mitten im Leben steht.“ Bei der Gedenkfeier im Kolpingheim wurden sechs Ehrungen langjähriger Kolpingmitglieder vorgenommen. Nach der Begrüßung durch Waldemar Herz vom Vorsitzendenteam überreichte Bernhard Fröhlin vom Kolping-Diözesanverband Freiburg den Ehrenbrief des Verbandes für das 160-jährige Bestehen der Kolpingfamilie und erinnerte an einen Leitsatz von Adolph Kolping, der besagt: „Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfand einsetzen.“

Bernhard Fröhlin vom Kolping-Diözesanverband Freiburg (rechts) und Waldemar Herz, Vorsitzender in der Kolpingfamilie Tiengen, studieren den Ehrenbrief des Diözesanverbands zum 160-jährigen Bestehen der Kolpingfamilie Tiengen.
Bernhard Fröhlin vom Kolping-Diözesanverband Freiburg (rechts) und Waldemar Herz, Vorsitzender in der Kolpingfamilie Tiengen, studieren den Ehrenbrief des Diözesanverbands zum 160-jährigen Bestehen der Kolpingfamilie Tiengen. | Bild: Herbert Schnäbele

Für die Ehrungen gab es mehrere Laudatoren. Emotional und freundschaftlich verbunden würdigte Ulricke Jensen die 60-jährige Treue von Werner Dörflinger und zeichnete ein eindrucksvolles Bild von der herausragenden Lebensleistung des Jubilars in unzähligen Funktionen, Gremien, Engagements und verantwortungsvollen Positionen.

Neben der Ehrung für die 60-jährige Treue wurde Dörflinger anschließend zum Ehrenmitglied der Kolpingfamilie ernannt, wobei Waldemar Herz die besonderen Verdienste von Dörflinger für die Kolpingfamilie in Erinnerung rief und eine Ehrenurkunde der Kolpingfamilie überreichte. Sichtlich überwältigt von der würdevollen Ehrung übernahm Dörflinger nach kurzer Pause die Laudatio für Herbert Siebold für 65-jährige Mitgliedschaft und zeichnete auch hier das Bild eines treuen Jubilars, der ein Leben lang im Sinn und in der Überzeugung des Kolpingwerks Vorbildliches geleistet habe.

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Axel Völkle vom Vorstandsteam überreichte die Ehrenurkunden für 40-jährige Treue. In Abwesenheit wurde Manfred Simon für 50-jährige Treue geehrt. Hans-Peter Boger hielt einen Rückblick auf Simons erfolgreiches Wirken.

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In einer gewohnt geschliffenen und frei vorgetragenen Laudatio erinnerte Thomas Dörflinger, bis vor einem Jahr noch Bundesvorsitzender des Kolpingwerks, an die Verdienste von Ulrich Bertrams, Hubert Baumgartner und Christine Boger, charakterisierte die Mitglieder und lobte insbesondere das Schaffen von Hubert Baumgartner, der nicht 40, sondern eigentlich fast 60 Jahre dabei sei, so die Einschätzung von Dörflinger.