Der schlaue Fuchs heißt eine Wettkampfveranstaltung, welche die Reservistenkameradschaft Unteroffiziers-Corps Hochrhein (UOC Hochrhein) in Tiengen neu etablieren möchte. Am 15. September sind Interessierte aller Generationen, die Spaß an einem Wettbewerb haben, bei dem vor allem Geschick und Köpfchen gefragt sind, eingeladen. Treffpunkt ist das Schützenhaus in Tiengen, dort sollten sich die Teilnehmer zwischen 8 und 10.30 Uhr einfinden.

Schnitzeljagd durch den Tiengener Wald

„Der schlaue Fuchs ist eine Art Schnitzeljagd, die rund um die Sechser-und die Zwölferhütte im Tiengener Wald stattfinden wird“, erklärt Uwe Weicher, Vorsitzender des UOC Hochrhein. „In Dreiergruppen ziehen die Teilnehmer los, um an 19 Stationen verschiedene Aufgaben zu lösen.“ Dabei können auch Teenager schon alleine losziehen, die Strecke ist ausgeschildert, mit Getränkestationen versorgt und ein Laufzettel, den die Teilnehmer am Start bekommen, enthält alle wichtigen Informationen.

Das muss mitgebracht werden

Mitbringen sollten die Teilnehmer außer festem Schuhwerk und wetterangepasster Kleidung eine normale Fitness und vor allem Spaß am gemeinsamen Kräftemessen. „Für die Teilnahme muss man weder ein Militär-Experte noch ein Marathonläufer sein“, betont Weicher.

Spaß und Unterhaltung stehen im Vordergrund

Der Schwerpunkt der Veranstaltung ist weniger das Laufen, vielmehr sollen die zivil-militärischen Kontakte und das Miteinander gepflegt werden. Bis vor wenigen Jahren waren die Marschtage die wichtigste Veranstaltung des UOC Hochrhein. „Die Marschtage haben wir im Jahre 2015 eingestellt, weil die Veranstaltung einfach nicht mehr zeitgemäß war. Mit dem schlauen Fuchs wollen wir nun eine Veranstaltung etablieren, bei der Spaß und Unterhaltung im Vordergrund stehen.“

Teams und Einzelpersonen können mitmachen

Wie der Name es erahnen lässt, wird der schlaueste Fuchs unter den Teilnehmern gesucht. Im Wettbewerb werden Allgemeinwissen, Querdenken, Orientierung sowie praktische Fähigkeiten gefordert. Wer mitmachen möchte, kann sich als Team aber auch als Einzelperson anmelden, die dann einem Team zugeordnet wird.

Auch militärische Gruppen werden erwartet

Angesprochen sind Männer, Frauen Kinder, auch Firmen- oder Vereinsgruppe oder Familien, allerdings, so betont Weicher, sei die Strecke nicht kinderwagentauglich. Neben zivilen Personen werden auch militärische Gruppen erwartet. So hat sich bereits eine Abordnung des zweiten Artilleriebataillons 295 aus Stetten am kalten Markt angekündigt, die seit 1974 eine Patenschaft mit der Stadt Waldshut-Tiengen unterhält.

Sachpreise statt Pokale

Am Start-und Zielpunkt, dem Tiengener Schützenhaus, ist auch für Verpflegung zu familienfreundlichen Preisen gesorgt. Die Siegerehrung mit rustikalen Sachpreisen für die besten Gruppen erfolgt nach der Veranstaltung im Schützenhaus. „Auf Pokale verzichten wir, das oberste Ziel beim schlauen Fuchs soll das Miteinander sein“, so Weicher. Daher gibt es als Siegerprämien Sachpreise, die auch nach dem Wettkampf noch für ein geselliges Miteinander sorgen.

Anmeldungen zum schlauen Fuchs sollten bis 13. September erfolgen bei Uwe Weicher, Telefon 0173/313 11 42 (ab 18 Uhr) oder per E-Mail (weicher@t-online.de). Die Startgebühr beträgt 10 Euro.

"Ein Faible für das militärische Denken"

Uwe Weicher (53), seit 2005 Vorsitzender des UOC Hochrhein, gibt Einblick in die Arbeit der Reservistenkameradschaft.

Herr Weicher, was steckt hinter dem UOC Hochrhein?

Das UOC Hochrhein entstand 1964 durch die Unteroffiziere der damaligen Heimatschutzbrigade, die in Tiengen stationiert war. Heute steht der Lidl da, wo früher der Bundeswehrstandort war, manch einer kann sich daran sicher noch erinnern. Um nach der Schließung des Standortes nicht gänzlich die militärische Heimat zu verlieren, wurde das Uffz. Corps der Region Hochrhein e.V. gegründet. Soweit der Ursprung der Reservistenkameradschaft. Vieles hat sich seit der Zeit gewandelt, aber eines ist in den 53 Jahren gleich geblieben: Das UOC Hochrhein bleibt ein Mittler zwischen der Zivilbevölkerung und der Bundeswehr. Es ist die militärische Heimat der ehemaligen Soldaten der Region. Eine Kameradschaft, die heute noch militärische Interessen pflegt. Dazu gehören Märsche und andere Veranstaltungen, wie beispielsweise Truppenbesuche.

Welche Voraussetzungen muss man für den Eintritt mitbringen?

Eigentlich kann jeder in das UOC Hochrhein eintreten. Wir haben keine Altersbeschränkung oder sonstige Ausschlusskriterien. Aufgrund der Aussetzung der Wehrpflicht kommen ja keine neuen "Ordentlichen Mitglieder" wie es im Verein heißt, dazu. Wir haben uns deshalb schon früher wie andere Kameradschaften entschlossen, Fördermitglieder aufzunehmen. Gleichwohl sind wir an ehemaligen Soldaten natürlich sehr interessiert. Interessierte sollten eine normale körperliche Fitness mitbringen und auch ein Faible für das militärische Denken haben. Menschen mit einem großes Herz für Esoterik, werden meiner persönlichen Einschätzung nach nicht wirklich glücklich sein bei uns. Ich lass mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.

Wie gestaltet sich das Vereinsleben?

Wir treffen uns jeden zweiten Dienstag im Monat um 20 Uhr im Schützenhaus in Tiengen. Dort sprechen wir über aktuelle Themen, Politik und auch über ganz Alltägliches. Wir planen in diesem Zuge auch das Vereinsleben, Termine, die wir wahrnehmen wollen oder eigene Veranstaltungen, die wir planen. So nehmen wir beispielsweise an der 60-Jahr-Feier des Artilleriebataillons 295 am großen Zapfenstreich in Stetten a.k.M. teil, mit dem wir eine besondere Freundschaft pflegen. Natürlich besuchen wir auch andere Kameradschaften, Märsche oder Schießturniere und freuen uns über einen regen Austausch. Der schlaue Fuchs soll nach Einstellung der Marschtage ein Versuch sein, wieder eine militärische Veranstaltung in der Region zu etablieren. Bis zum Jahre 2010 gab es den schlauen Fuchs übrigens schon einmal. Aber er stand damals sehr im Schatten der großen Marschtage.

Wie viele Mitglieder hat das UOC?

Derzeitiger Stand in der Reservistenkameradschaft sind 70 Mitglieder. Davon sind 26 Fördermitglieder. In der Altersspanne von 21 bis 82 Jahren sind bei uns fast alle Generationen vertreten.