Musik, Musik, Musik: Drei Bands und der Schulchor waren angetreten, um den Festakt zum 50-Jährigen des Klettgau-Gymnasiums Tiengen (KGT), der in der Stadthalle über die Bühne ging, musikalisch zu umrahmen. Erst das Jugendsymphonieorchester Waldshut, dann die Bläserphilharmonie der Musikschule Südschwarzwald, dann die Jazzband des KGT und dazwischen die Singklassen der Schule.

Zahlreiche prominente Gäste wohnten dem Festakt in der Tiengener Stadthalle bei, von links Hans-Martin Bratzel, Herbert Schuster, MdB Felix Schreiner, MdB Rita Schwarzelühr-Sutter, Matthias Schultes, Thomas Steiner, OB Philipp Frank und Schulleiter Manfred Römersperger.
Zahlreiche prominente Gäste wohnten dem Festakt in der Tiengener Stadthalle bei, von links Hans-Martin Bratzel, Herbert Schuster, MdB Felix Schreiner, MdB Rita Schwarzelühr-Sutter, Matthias Schultes, Thomas Steiner, OB Philipp Frank und Schulleiter Manfred Römersperger. | Bild: Manfred Dinort

Als Moderatoren wirkten mit Schülersprecherin Chikondano Daza und Joachim Frank Schmidt, ehemaliger Schüler, heute erfolgreicher Musicalunternehmer. Schulleiter Manfred Römersperger freute sich, zahlreiche Gäste begrüßen zu können, unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter und Felix Schreiner, die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller, Oberbürgermeister Philipp Frank und die Vertreter der Schulen.

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Rektor Römersperger blickt zufrieden zurück

„Wir können mit großer Zufriedenheit auf unser Gymnasium und seine Entwicklung schauen“, sagte Römersperger bei seinem Rückblick. „Ich bin überzeugt davon, dass die Schule den Erwartungen der damaligen Stadtväter gerecht geworden ist.“ Er dankte der Stadt für ihre Zusage, die erforderlichen Mittel für die Sanierung und Modernisierung des KGT bereitzustellen.

Schulleiter Manfred Römersperger zog Bilanz zum 50-jährigen Bestehen des KGT.
Schulleiter Manfred Römersperger zog Bilanz zum 50-jährigen Bestehen des KGT. | Bild: Manfred Dinort

Stadt will die Schulen zukunftsfähig machen

OB Philipp Frank erklärte dazu: „Es geht uns nicht nur darum, die Substanz zu erhalten, sondern die Schulen zukunftsfähig zu machen. „Gute Bildung und Infrastruktur sind ein herausragender Standortfaktor.“ Daher werde die Stadt den Weg der Gebäudesanierungen ihrer Schulen konsequent weitergehen. „Ich bin froh, dass die Stadt einen Masterplan zur Renovierung ihrer Schulen aufgestellt hat“, erklärte auch Martin Bratzel, als geschäftsführender Schulleiter Waldshut-Tiengen.

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Lobende Worte von den Abgeordneten

Thomas Steiner, Leiter des Gymnasialreferats am Regierungspräsidium Freiburg bestätigte: „Ohne verlässliche Schulen besitzt eine Region keine Zukunft.“ Rita Schwarzelühr-Sutter blickte auf ihre eigene Schulzeit zurück: „Bildung ist mehr als Wissen.“ Das habe sie schon damals gespürt. Der persönliche Erfolg hänge aber letztendlich nicht von der Intelligenz ab, sondern auch von einer guten schulischen Infrastruktur und von den Eltern und Lehrern, die sich engagieren und einbringen. „Schulen sind auch der Ort, ein Stück Heimat zu schaffen und Geborgenheit zu vermitteln“, erklärte Felix Schreiner, ein Ort, an dem man lernen könne, respektvoll miteinander umzugehen. „Die Schule legt den Grundstein für das weitere Leben“, sagte Sabine Hartmann-Müller. Da sei es wichtig, eine vielseitige Schullandschaft anbieten zu können.

Überall waren Stände aufgebaut, an denen die Schülerinnen und Schüler versuchten, ihre Ideen und Produkt an den Mann und an die Frau zu bringen.
Überall waren Stände aufgebaut, an denen die Schülerinnen und Schüler versuchten, ihre Ideen und Produkt an den Mann und an die Frau zu bringen. | Bild: Manfred Dinort

Futuristischer Lehrplan für das 100-Jährige

Herbert Schuster, ehemaliger Schüler, berichtete über seine eigenen Schulprobleme. Für ihn sei es damals wichtig gewesen, dass Eltern und Lehrer nicht aufgegeben hätten. Dann kam das Finale: Peter Schwanhäußer, Elternbeiratsvorsitzender, Anke Dörr, Vorsitzende des Fördervereins, Anna-Lena Fink, Schülersprecherin und Diana Heß, Vorsitzende des örtlichen Personalrats, präsentierten, in Anlehnung auf die Mondlandung vor fünfzig Jahren, eine futuristischen Lehrplan für das hundertjährige Jubiläum.

Nicht die Technik soll im Mittelpunkt stehen

Nachdenklich stimmte, was Diana Heß dazu sagte: „Ich hoffe nicht, dass es so kommt. Nicht die Technik, sondern der Mensch sollte im Mittelpunkt stehen.“ Sie mahnte die Jugend, sich kritisch mit der gesellschaftlichen Entwicklung und dem Zeitgeist auseinanderzusetzen, und dazu gehöre ihrer Meinung nach notfalls auch mal die Gehorsamsverweigerung.

Zahlreiche Vorführungen gab es auf der Bühne im Foyer der Schule. Im Bild eine der Singklassen, später folgte auch ein Auftritt des Lehrerchors. Das Publikum war begeistert, es gab immer reichlich Applaus.
Zahlreiche Vorführungen gab es auf der Bühne im Foyer der Schule. Im Bild eine der Singklassen, später folgte auch ein Auftritt des Lehrerchors. Das Publikum war begeistert, es gab immer reichlich Applaus. | Bild: Manfred Dinort

Beim anschließenden Fest auf dem Schulareal wurde ein buntes und unterhaltsames Programm geboten. Im Mittelpunkt standen auch hier wieder musikalische Darbietungen auf den Bühnen, im Festzelt und im Foyer des Hauptgebäudes.