Das Klettgau-Heimatmuseum im Tiengener Schloss: Nach dem Betreten des Schlosshofes durch den runden Torbogen geht es links die Türe hoch in den zweiten Stock, betreut wird das Museum von der Bürger- und Narrenzunft Tiengen, die in diesem Schlossteil auch ihre Zunfträume hat.

Bild: Ursula Freudig

Blick ins Jüdische Zimmer: Seit 2008 gibt im Heimatmuseum eine Dauerausstellung Einblicke in die über 500-jährige jüdische Geschichte Tiengens, entstanden ist die Ausstellung auf Initiative des Freundeskreises Jüdisches Leben in Waldshut-Tiengen.

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Siberne Hülle für ein Herz: Bis 1825 befand sich diese Herzkapsel mit dem Herz von Johann Ludwig II, dem letzten Graf von Sulz und Landgraf von Klettgau, im ehemaligen Kapuzinerkloster in Waldshut. Das Herz wurde begraben und die leere Kapsel hat jetzt im Tiengener Heimatmuseum einen Ehrenplatz.

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Bedrückendes Exponat im Jüdischen Zimmer: 1935 wurde die Tiengener Judengasse in Turmgasse umbenannt.

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Das Lieblingsexponat von Maximilian Reich: Er zeigt eine Flasche Heilwasser -so klar wie frisch abgefüllt- aus der einstigen Tiengener Turgo-Heilquelle im Tal, ab etwa 1920 wurde es bis zum 2. Weltkrieg durch die Brunnengesellschaft Baden bis nach Mannheim vertrieben. Federführend war Julius Indlekofer aus Tiengen, heute Foto Schilling.

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Der Aufgang zum Museum und den Zunfträumen: Die Türe ziert das Zeichen der Bürgerzunft 1503 Tiengen, vor ihr stehen Maximilian Reich (links) und Ulrich Jahn, die zum Museumsteam der Zunft gehören.

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Funde aus der Römerzeit: Diese Vitrine gibt Aufschluss über das Lager römischer Soldaten im Feldzug gegen die Germanen, das in Dangstetten 1967 entdeckt und in den Folgejahren ausgegraben wurde. Zu sehen sind Amphoren, Tongeschirr, Münzen und Fibeln für Bekleidung.

Bild: Ursula Freudig

Düegemer Münzen: Tiengen war einst Münzprägeanstalt. Die im Heimatmuseum zu sehenden Münzen spiegeln ab etwa dem 10. Jahrhundert die rund 800-jährige Münzgeschichte Tiengens vor allem unter den Freiherren von Krenkingen, aber auch den Sulzern und Schwarzenbergern.

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Eine besondere Münze: Der Tünger Pfennig (um 1380) war als böser Heller verschrien, weil er weniger Silber als vorgeschrieben hatte, er war vor über 600 Jahren in Tiengen und Umgebung im Umlauf.

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Erinnerung an tödliche Zeiten: Diesen Pestsarg aus dem 17. Jahrhundert hat das Tiengener Heimatmuseum von der Pfarrgemeinde Lottstetten bekommen, dort wurde er vor einigen Jahren bei der Kirchturmrenovierung gefunden. Pestsärge hatten einen Klappmechanismus, eine Seite konnte geöffnet werden, so dass der Leichnam hinausfiel und der Sarg für weitere Tote verwendet werden konnte. Über 500 Menschen sollen im 17. Jahrhundet in Lottstetten an der Pest gestorben sein, weitere 200 durch schwedische Soldaten, die das Dorf verwüsteten.

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Maske für die Nachwelt: Hermann Simon, geboren 1896 in Berlin und 1948 in Tiengen gestorben, war ein Komponist, dessen Kreuzweg der Kirchenchor Tiengen heute noch an Karfreitag singt. Abgenommen hat die Totenmaske der Bildhauer Alfred Sachs.

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Leder-Exponat zur Feuerbekämpfung: Jeder Haushalt musste in Tiengen einen Feuerlöscheimer besitzen, um als Teil einer Menschenkette bei der Löschung von Bränden mithelfen zu können.

Bild: Ursula Freudig

Blick auf Tiengen: Im Heimatmuseum hängen etliche Gemälde, die das alte Tiengen zeigen, dieses hier stammt von dem Tiengener Apotheker, Maler und Künstler Egon Arno Bräunlich (1919-2001).

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