Mit einem außergewöhnlichen Kirchenkonzert, maßgeblich vom Kammerchor Bad Homburg unter der Leitung von Susanne Rohn, sowie von Matthias Flierl an der Orgel und Anette Däubler-Schwarz mit der Blockflöte gestaltet, fand das fünfte Festival „Kirchenmusik grenzenlos“ der Kirchengemeinde Mittlerer Hochrhein St. Verena am Sonntagabend in der Liebfrauenkirche seine Fortsetzung.

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Verschiedene Chor- und Orgelwerkwerke von Heinrich Kaminski und Hugo Distler wurden harmonisch eingerahmt von der Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden von Johann Sebastian Bach als Konzertauftakt und dem achtstimmigen Choral „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“ von Felix Mendelssohn Bartoldy als harmonisch versöhnlicher Konzertabschluss. Nach der Begrüßung der Akteure durch Kantor Oliver Schwarz-Roosamann erklang schwungvoll und dynamisch die oben erwähnte Bach-Motette durch die kraftvoll und hell erklingenden Stimmen des Kammerchores Bad Homburg.

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Einen deutlichen Kontrast bot die anschließende vierstimmige Fuge „Alle Menschen müssen sterben von Heinrich Kaminski und weitere Vokalwerke des in Tiengen geborenen Komponisten. Dazwischen erklangen kraftvoll ein Choralvorspiel für Orgel, ebenfalls von Kaminski, sowie die dreisätzige Partitia über „Wachet auf, ruft die Stimme“ von Hugo Distler, beides mit großer Perfektion von Matthias Flierl an der Kirchenorgel dargeboten.

Große Bandbreite

Einen großen zeitlichen Rahmen beanspruchte der berühmte „Totentanz (1934)“ von Hugo Distler, der in gegenseitigem Wechsel von Chor, Sprecherinnen und Sprechern und Anette Däubler-Schwarz an der Bassblockflöte den nahezu 150 Besuchern einiges abverlangte. Nach dem Konzertbeginn auf der Empore präsentierte sich der Kammerchor im Altarraum und bestach insbesondere im Totentanz durch die große Bandbreite seines Könnens unter der straffen und ausdruckstarken Stabführung von Susanne Rohn.

Es habe ihr große Freude bereitet, auf Einladung der Kaminskigesellschaft in ihrer alten Heimat ein Konzert zu geben, zeigte sich die Dirigentin hocherfreut, die nach heftigem Beifall der Zuhörer noch eine Zugabe, ebenfalls von Kaminki, gewährte.