Die Auftaktveranstaltung zur interkulturellen Woche im Ali-Theater mit dem Kabarettisten Muhsin Omurca entlockte den Besuchern anhaltenden Beifall und macht neugierig für die Folgeveranstaltungen in dieser Woche. Die kirchliche Arbeitsgemeinschaft (Caritas und Diakonie), die seit 2015 landkreisweit Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit begleiten, eröffnete die Veranstaltungsreihe unter dem Motto "Vielfalt verbindet".

Für ein vorurteilsfreies Miteinander

In den Grußworten brachten OB Philipp Frank, Axel Albicker, stellvertretend für Landrat Martin Kistler, sowie Martin Riegraf, Vorstand des Caritas-Hochrhein, und Andreas Hader, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Hochrhein, die Bedeutung der vielfältigen Integrationsarbeit zum Ausdruck. Nicht das Trennende, sondern das Verbindende sollte im Fokus einer multikulturellen Gesellschaft stehen, sagt Philipp Frank. Ebenso warben die beiden Organisatorinnen der interkulturellen Woche, Anneli Ahnert (Caritasverband) und Marion Pfeiffer (Diakonisches Werk) für ein vorurteilsloses Miteinander. Im Kreis leben Menschen aus 140 unterschiedlichen Ländern und bewirken eine bereichernde Vielfalt, so die Organisatorinnen.

"Staatlich geprüfter, getürkter Deutscher"

Locker, munter und unterhaltsam zog dann der Kabarettist Muhsin Omurca in seiner Doppelrolle als "Deutsch-Türke" die Zuhörer in seinen Bannkreis. "Keine Angst, ich bin einer von euch", sagte er eingangs und legte listig nach, dass er zwar kein Natur- oder Biodeutscher, sondern "ein staatlich geprüfter, getürkter Deutscher" sei. Schlag auf Schlag ließ Muhsin Omurca dann mit sympathischer Ironie und sich selbst auf den Arm nehmend die facettenreichen Erfahrungen als einstiger Ausländer aufleben.