Reges Treiben herrschte am Samstag auf dem Gelände des Technischen Hilfswerkes (THW) im Waldshut-Tiengener Gewerbegebiet Kaitle. 15 junge Menschen, darunter fünf Mädchen, nahmen an den Prüfungen in Theorie und Praxis zum Abschluss ihrer Grundausbildung beim THW teil. 14 Prüflinge kamen aus dem Kreis Waldshut (Verband Waldshut-Tiengen drei, Bad Säckingen acht, Laufenburg drei) und einer aus dem Ortsverband Villingen Schwenningen.

Vorbereitet hatten sich die Prüflinge in knapp drei Monaten in 72 Unterrichtsstunden. Wie vor Ort zu erfahren war, haben alle 15 Kandidaten ihre Prüfung bestanden. Das THW muss zu jeder Zeit einsatzbereit sein, denn schließlich sind Unglücke und Katastrophen nicht planbar. Eine solide Ausbildung ist die Grundlage für gute Arbeit im Einsatz. Beim THW durchlaufen deshalb alle angehenden Helferinnen und Helfer zunächst einheitlich die Grundausbildung.
 

Der richtige Umgang mit schwerem Bergungsgerät, hier ein Rettungsspreizer ist im Ernstfall absolut wichtig. Das Bild zeigt einen der Prüfungsteilnehmer am Objekt. Bold: Claus Bingold
Der richtige Umgang mit schwerem Bergungsgerät, hier ein Rettungsspreizer ist im Ernstfall absolut wichtig. Das Bild zeigt einen der Prüfungsteilnehmer am Objekt. Bold: Claus Bingold

Die Grundausbildung im jeweiligen THW-Ortsverband das Fundament der THW-Ausbildung. Ziel ist es, ein allgemeines Wissen über den deutschen und europäischen Katastrophenschutz sowie die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) zu vermitteln. Alle angehenden Helferinnen und Helfer werden einheitlich an THW-typischen Werkzeugen und Geräten ausgebildet. Dies garantiert, dass alle Einsatzkräfte bundesweit einsetzbar sind.

Prüfungsthemen befassen sich im Theorieteil unter anderem mit Katastrophenschutz sowie mit Grundlagenkenntnissen in den Themen Sicherheit und Gesundheitsschutz während des Einsatzes. Im praktischen Teil der Prüfung werden unter anderem die Arbeiten mit Leinen, Schlingen, Ketten, Drahtseilen und Spanngurten, der Umgang mit Leitern, Stromaggregaten, Fertigkeiten in Holz-, Gesteins- und Metallbearbeitung geprüft. Weitere Themenkreise sind das sichere Bewegen von Lasten, sicheres Arbeiten im und am Wasser sowie das generelle Verhalten während eines Einsatzes. Auch die Grundlagen bei der Rettung und Bergung von verunglückten Menschen müssen beherrscht werden.

Nach ihrer Grundausbildung können sich aktive THW-Mitglieder je nach örtlichem Bedarf und persönlichem Interesse weiterbilden und spezialisieren. Im Bereich der Ausbildungen arbeitet das THW zusätzlich auch mit externen Bildungseinrichtungen wie verschiedenen Industrie- und Handelskammern zusammen. Durch zertifizierte beziehungsweise anerkannte Ausbildungslehrgänge erwerben die Lehrgangsteilnehmer Qualifikationen, die sie auch in ihrem Berufsleben einsetzen können.
 

15 waren angetreten – 15 haben bestanden. das Bild zeigt die 15 Absolventen des Grundlehrgangs desTHW-Ortsverbandes Waldshut-Tiengen zusammen mit Markus Riese (links), Ausbildungsbeauftragter in Waldshut-Tiengen, und Prüfungsleiter Bernd Scholl (rechts). ild: Claus Bingold
15 waren angetreten – 15 haben bestanden. das Bild zeigt die 15 Absolventen des Grundlehrgangs desTHW-Ortsverbandes Waldshut-Tiengen zusammen mit Markus Riese (links), Ausbildungsbeauftragter in Waldshut-Tiengen, und Prüfungsleiter Bernd Scholl (rechts). ild: Claus Bingold

Weltweit im Einsatz

Das Technische Hilfswerk (THW) hat bundesweit rund 80 000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und ist dem Bundesministerium für Inneres unterstellt. Das Technische Hilfswerk passt bereits seit sechs Jahrzehnten seine Strukturen flexibel den sich ändernden Gefahrenlagen an. Modernes Einsatzgerät und gut ausgebildete Spezialisten sind Grundlage einer hohen Effizienz bei Einsätzen in Deutschland und rund um den Globus. Der Ortsverband Waldshut-Tiengen hat 35 ehrenamtliche Helfer. Ansprechpartner ist Andreas Ronecker, Von-Opel-Straße 7, 79761 Waldshut-Tiengen, Telefon 07741/635 00, Fax 07741/635 05 (E-Mail: ov-waldshut(@)thw.de).

Informationen im Internet: www.thw-waldshut-tiengen.de