Zwei Betrügern auf die Spur kam nach Polizeiangaben die Ermittlungsgruppe IuK (Informations- und Kommunikationstechnik) beim Polizeirevier Waldshut-Tiengen. Den jungen Männern aus der Kreisstadt wird vorgeworfen, unter Verwendung falscher oder missbräuchlich verwendeter Personalien in Online-Shops Waren bestellt zu haben. Die Polizei: "Sie hatten nie die Absicht, zu bezahlen." Die Beschuldigten nutzten nach Auskunft der Polizei die Möglichkeit aus, bei Paketdiensten individuelle Deponierungsorte für Sendungen anzugeben. So hätten sie beispielsweise im Keller eines Tiengener Mehrfamilienhauses, wo sie selbst gar nicht wohnten, Sendungen ablegen lassen. Dies sei einer Bewohnerin aufgefallen, die eine Mitteilung an die Polizei gab. Auch der Hinweis eines anderen Zeugen, dem das Auto der Beschuldigten mit Paketen verdächtig vorkam, führte zur Ermittlung der Tatverdächtigen. Nach Polizeiangaben hatten sie ihre Bestellungen, in der Hauptsache Markenkleidung, an verschiedene Anschriften in Tiengen liefern lassen.

Bei einer Durchsuchung sei umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt worden. Die Polizei: "Es stellte sich heraus, dass sie Waren im Gesamtwert von beinahe 35 000 Euro bestellt hatten." Die tatsächliche Schadenssumme sei bei rund 8500 Euro gelegen. Die Tatverdächtigen seien geständig. Gegen sie seien Strafanzeigen wegen gewerbsmäßigen Warenkreditbetrugs erstattet worden, so die Polizei.