Tiengen (neu) Das Jazzfest startet am ersten Tag schon richtig los. Die Jazzband des Klettgau-Gymnasiums Tiengen (KGT) eröffnet das zweitägige Festival in der Innenstadt auf der Bühne beim Storchenturm. Weiter im hochklassigen Programm geht’s mit Big Daddy Wilson, The Cotton-Club Swing Orchestra, der Hallodrian Jazzband, Ladwig’s Horns and Beat, Zydeco Annie and Swamp Cats und dem Frank Muschalle Trio und Stephan Holstein.

  • Bid Daddy Wilson: 25 Jahre hat Big Daddy Wilson die Welt bereist und seine Liebe zum Blues mit den Menschen überall in der Welt geteilt. Im vergangenen Jahr beeindruckte er die Fans in ganz Europa bei seiner Jubiläumstour mit einer energiegeladenen Bühnenshow. Auf seiner aktuellen Tour begleitet ihn seine Band, mit der er bereits im vergangenen Jahr verschiedene Preise einheimste. In der Beschreibung heißt es: „Big Daddy Wilson sorgt mit einer unglaublich starken Bühnenpräsenz und seiner Ausstrahlung für einen unvergesslichen Abend.“ An seiner Seite musizieren Cesare Noli (Gitarre), Enzo Mesina (Keys), Paolo Legramandi (Bass) und Nik Taccori (Drums).
  • KGT-Jazzband: Die Jazzband des Klettgau-Gymnasiums Tien­gen spielt seit vielen Jahren als klassische Bigband. Das Konzept hat sich in dieser Zeit bewährt. Ältere und jüngere Schüler spielen zusammen, die Kleinen lernen von den Großen. Deshalb ist die Band fast durchgängig doppelt besetzt. Das Ensemble will sich nicht profilieren, sondern eine möglichst breit gefächerte Ausbildung der jungen Musikerinnen und Musiker erreichen. Auf dem Spielplan stehen unter anderem natürlich Swing, auch Latin, Modern, Jazzrock, Funk, Balladen und Filmmusik. Die KGT-Band steht unter der Leitung von Jochen Stitz und ist seit vielen Jahren fester Bestandteil im Programm des Tiengener Sommers.
  • The Cotton-Club Swing Orchestra: „Swing ist King“. Das Orchester enführt die Musikliebhaber auf eine musikalische Zeitreise in die Jazzclubs und Ballsäle der 1920er- und 1930er-Jahre. Sie bereiten Vergnügen mit den heißen Originalarrangements der Roaring Twenties und Swinin‘ Thirties. Die Musiker vermitteln eine einmalige Atmosphäre der goldenen Ballnächte der „Jazz-Age“. Sie versprechen: „Sie werden begeistert sein, mit wie viel Verve und Charme, fetzigen Jazzimprovisationen und mitreißendem Swing für durchgetanzte Schohsohlen sorgt.“
  • Hallodrian Jazzband: Die Band wurde 1992 gegründet und ist schon seit Langem in Wangen beheimatet. Sie ist in den vergangenen Jahren zu einem festen Begriff in der Dixieland-Szene rund um den Bodensee und im Allgäu geworden. Ihr swingender Oldtime-Jazz wird gerne gebucht. „Unbekümmerte Spielfreude mit viel Spaß und ein melodiöser, fetziger Sound im Stil der Old Merry Tale Jazzband mit einem guten Schuss Humor zeichnen die Hallodrian Jazzband aus“, heißt es in der Bandbeschreibung. Das breite, musikalische Repertoire lässt keine Wünsche offen. 2009 gaben die Hallodrians ihr Debüt beim Jazzfest in Tiengen.
  • Ladwig’s Horns and Beat: Der Name ist Programm. Schlagzeug und Tubax (Krontrabass-Saxophon) treiben vier Bläser vor sich her. Lukas Gallati, Benjamin Engel, Volker Wagner, Christoph Beck, Martin Deufel und Uwe Ladwig mach sich lustvoll an coole Klassiker von Bee Gees, Sting, Ray Charles, Dizzy Gillespie und Miles Davis. Die Band ohne Gitarre oder Tasteninstrument reiht gefühlsechten Pop an eleganten Bebop.
  • Zydeco Annie andSwampCats: Seit 13 Jahren ist der Tourplan voll, das Publikum überall begeistert. Mit eigenen Songs und einem internationalen Line-Up ist die Band Deutschlands Aushängeschild für die Cajun- und Zydecomusik Louisianas. „The Spririt Of New Orleans“, so heißt das neue Programm. Anja Baldauf alias Zydeco Annie stammt aus einer Akkordeonfamilie. Seit frühester Kindheit ist das Akkordeon ihr täglicher Begleiter. Aufgewachsen ist sie mit bayerischer Hausmusik, auf einer ihrer Tourneen hat sie sich in die Cajun- und Zydeco-Musik verliebt.
  • Frank Muschalle Trio und Stephan Holstein: Seit über 25 Jahren auf Tournee zählt das Frank Muschalle Trio heute weltweit zu den gefragtesten Besetzungen dieses Genres. Das Trio spielte über 2000 Konzerte in Europa, Paraguay, Bolivien, den USA und Nordafrika. Beim Tiengener Sommer ist Stephan Holstein, einer der gefragten Saxophonisten und Klarinettisten in Europa, mit dabei. Der Veranstalter garantiert: „Das Zusammentreffen des Frank Muschalle Trios mit Stephan Holstein wird ein musikalischer Höhepunkt werden.“

Auftritte am Freitag

  • Bühne 1, Löwendenkmal: Big Daddy Wilson Quintett
    (19.30, 20.45 und 22 Uhr).
  • Bühne 2, Weihergasse: Jazzband des Klettgau-Gymnasiums Tiengen (18 und 19.15 Uhr), The Cotton-Club Swing Orchestra
    (21, 22 und 23.15 Uhr).
  • Bühne 3, Rathaus: Hallodrian Jazzband (18.15 und 19.30 Uhr), Ladwig’s Horns¦&¦Beat
    (20.45, 21.45 und 23 Uhr).
  • Bühne 4, Marienbrunnen: Zydeco Annie und Swamp Cats
    (18, 19 und 20 Uhr), Frank Muschalle Trio, feat Stephan Holstein (21.15, 22.15 und 23.15 Uhr).

Internationale und nationale Musiker

<p>Deutschlands beste Swing-Chanson-Band Moi et les Autres um die französische Sängerin Juliette Brousset präsentiert Lieder, die sich mit dem Thema Aufbruch beschäftigen. <em>Bild: Band</em></p>

Deutschlands beste Swing-Chanson-Band Moi et les Autres um die französische Sängerin Juliette Brousset präsentiert Lieder, die sich mit dem Thema Aufbruch beschäftigen. Bild: Band

Tiengen (neu) Jazz vom Feinsten gibt es auf den Bühnen am Rathaus und am Marienbrunnen. Die Musikliebhaber, die nach Tiengen kommen, haben die Qual der Wahl. Denn ein Höhepunkt jagt den anderen. Je nach Gusto kann man zwischen den Bands hin und her laufen.

  • Moi et les Autres: Hier kommen neben Swing und Latin noch andere Facetten der Musik ins Spiel: Chansons, Valse und Musette. Moi et les Autres gilt als die beste Swing-Chanson-Band Deutschlands. Rund um die französische Sängerin Juliette Brousset präsentiert das Quintett mit Gitarre, Akkordeon, Bass und Schlagzeug Lieder, die sich mit dem Thema Aufbruch beschäftigen. „Mein ganzes Leben ist eine Reise. Seit ich meine Heimat im südlichen Elsass verlassen habe, hat mich vor allem die Musik an unzählige Orte auf der Welt geführt“, sagt die Sängerin, die vor allem für ihre glasklare Sopranstimme bekannt ist. Auch die übrigen Bandmitglieder bringen ihre Biografien in den Abend mit ein. Von den warmen Rhythmen der französischen Antillen über Manouche bis zu amerikanischem Elektroswing. Der typische Sound ist eine Mischung aus Jazz und Chanson.
  • Jazz Steps Band: Jazz Steps sind Berufsmusiker, die 15 bis 20 Jahre Erfahrung in Jazz und klassischer Musik haben. Seit der Gründung im Jahr 2000 haben die Jazz Steps unzählige erfolgreiche Konzerte in Ungarn und im restlichen Europa gegeben. Die Vielfalt ihrer Songs, die stilistische Abwechslung und die originellen Arrangements machen die Musiker populär. Sie bestechen auch mit ihrer außerordentlich lebendigen und frischen Performance.

Für das Repertoire wurden vor allem Swing-Arrangements, aber auch Dixieland-Nummern heran gezogen. Die Band spielt auch Lieder von Louis Prima. István Lázár zeichnet sich als exzellenter Trompeter aus und glänzt als hervorragender Sänger und Showman. Dank ihm kann das Programm der Band mit den unvergesslichen Songs von Louis Prima bestückt werden. Gefühl, Melodie, Rhythmus, Abwechslung und das schiere Glücksgefühl des traditionellen Jazz bestimmen die Bestrebungen der Band.

  • Booogielicious: Das deutsch-niederländische Boogie-, Blues- und Jazztrio gründete sich 2007 zunächst mit Eeco Rijken Rapp (Klavier, Gesang) und David Herzel (Schlagzeug) als Duo. Schon ein Jahr später wurde es als Trio, erweitert um Bertram Bechers (Blues-Harmonika) noch homogener und abwechslungsreicher. Boogielicious gehört zu den wenigen jungen europäischen Boogie Woogie Blues Acts, die sich in kurzer Zeit und mit nur zwei Alben auf die vorderen Ränge ihres Genres vorgearbeitet haben.

Neben erfolgreichen Konzerten in Deutschland konnte das Trio auch in den Niederlanden, Frankreich, Belgien und der Schweiz weitere Fans gewinnen. Mittlerweile ist Boogielicious zu einem der führenden europäischen Boogie-Woogie-Trios gereift. Das eingängige Repertoire ist mittlerweile ein Markenzeichen – der ganz eigene Boogielicious-Sound.

  • Luca Sestak Boogie-Duo: Musikkritiker feiern den jungen Musiker Luca Sestak als „die Zukunft des Blues und Boogie-Woogie-Pianos“. Der 24-jährige Vollblutmusiker bietet eine Mischung aus Blues, Boogie Woogie, Jazz, Funk, Pop und Klassik. Er ist bereits in ganz Europa und den USA auf Konzerten und Festivals aufgetreten. Zusammen mit dem ebenso jungen Musiker Nicholas Stampf am Schlagzeug wird das Programm abgerundet.

Heute umfasst Luca’s Programm einen Großteil an Eigenkompositionen und Interpretationen, in denen er seinen unverkennbaren Stil ausdrückt. Er lässt verschiedene Musikrichtungen, von Blues und Boogie über Jazz und Funk bis zum Pop, Rock und der Klassik einfließen. Dies zeigt er in seinem 2014 veröffentlichtem Album „New Way“.

Musik am Samstag

  • Bühne 1, Löwendenkmal: Jonathan Price¦&¦Black Earth Band (19, 20.30 und 22 Uhr).
  • Bühne 2, Weihergasse: Bigband der Musikschule Südschwarzwald (18 und 19.15 Uhr), Allotria Jazzband aus München (20.45, 21.45 und 23 Uhr).
  • Bühne 3, Rathaus: Moi et les Autres (18.15 und 19.30 Uhr), Die Budapest Swing Jazz Steps Band (21, 22 und 23 Uhr).
  • Bühne 4, Marienbrunnen: Boogielicious (18, 19 und 20 Uhr), Luca Sestak Boogie-Duo (21.15, 22.15 und 23.15 Uhr).

Swingende Sommernächte

<p>Besonders viel los ist auch auf der Treppe zum Storchenturm, wo das Publikum mitgeht. <em>Bild: Yvonne Würth</em></p>

Besonders viel los ist auch auf der Treppe zum Storchenturm, wo das Publikum mitgeht. Bild: Yvonne Würth

Tiengen – Zwei Tage Jazz pur, mit 14 Bands, auf vier Bühnen. Die Musikfans dürfen sich wieder auf zwei unterhaltsame Abende mit angesagten Jazz-Koryphäen freuen. Je sieben Bands spielen am Freitag und Samstag, jeweils von 18 Uhr bis Mitternacht, in der Tiengener Altstadt. Jeder Musikliebhaber kennt die Veranstaltung der Aktionsgemeinschaft mit dem Namen Tiengener Sommer.

Der Veranstalter verspricht wieder zwei „swingende Sommernächte“ mit stimmungsvollem und hochklassigem Jazz in der malerischen Kulisse der Innenstadt. Weit über 100 Musiker haben sich angekündigt. Wie immer garantieren sie ein zweitägiges Festival, das in der Region und weit darüber hinaus einen Namen hat und am Hochrhein zu einer der wohl größten Veranstaltungen dieser Art gehört.

Jazz satt, heißt es beim Tiengener Sommer. Das breite Spektrum des vielseitigen Genres umfasst Dixie- und Bigband-Sound, traditionellen New Orleans-Jazz, Boogie Woogie und Blues, Zydeco und Chansons. Präsentiert von den über 100 Musikern aus Deutschland, der Schweiz, aus den Niederlanden, Frankreich und Ungarn.

Unter den Musikern und Bands finden sich Namen wie Big Daddy Wilson, Frank Muschalle, Stephan Holstein oder Colin Dawson. Mit der Allotria Jazzband aus München ist eine der profiliertesten traditionellen Jazzbands Mitteleuropas zu Gast. Kenner der Szene sind diese klangvollen Namen sicher ein Begriff.

Die Aktionsgemeinschaft bietet insbesondere auch den heimischen Musiktalenten die Möglichkeit, das Publikum zu begeistern wie die Profimusiker. An beiden Abenden präsentieren sich auf der gleichen Bühne die Bigband der Musikschule Südschwarzwald und die Jazzband des Klettgau-Gymnasiums Tiengen. Die beiden Orchester haben also, wenn man so will, ein Heimspiel. Und die Organisatoren sagen mit Überzeugung: „Es lohnt sich, diese beiden Abende im Städtle zu verbringen.“

Das Jazzfest in Tiengen ist seit vielen Jahren ein Anziehungspunkt für ein begeistertes Publikum aus nah und fern. Wer schon einmal in der Altstadt war bei diesem einzigartigen Musikereignis, der weiß, wie schnell die Musik ins Blut geht und eine prächtige Stimmung erzeugt. Die Menschen sitzen vor den Bühnen, wippen und schnippen im Takt. Sie johlen und klatschen. Die Fußgängerzone ist ein einziger, riesiger Musiktempel und die Massen geraten in Wallung. Keinen hält es hier ruhig auf den Sitzen.

Der Tiengener Sommer ist nicht nur ein grandioses Musikereignis. Gutes Essen und Trinken, Zusammensitzen und Plaudern gehören ebenso dazu. Er ist zu einem festen Begriff geworden; für ein Publikum, dessen Einzugsgebiet sich über die Jahre immer weiter vergrößert hat. Auch unter den Musikern hat es sich herum gesprochen. Jazzmusiker aus ganz Deutschland und vielen Ländern Europas bewerben sich alljährlich und freuen sich, wenn sie eine Auftrittsmöglichkeit an diesem „kleinen, aber feinen Jazzfest“ im Süden Deutschlands bekommen. Seit jeher wird das Tiengener Jazzfest von der Aktionsgemeinschaft organisiert. Die Macher nutzen dabei ihre guten Kontakte zu den Agenturen, Bands und Musikern. Einige kommen in unregelmäßigen Abständen immer wieder nach Tiengen zurück, um hier aufzutreten. Sie lieben die Atmosphäre in der Altstadt mit dem begeisterungsfähigen Publikum. Die Organisatoren weisen mit ein wenig Stolz darauf hin, dass das Jazzfest Tiengener Sommer mit dem Ziel antritt, eine klimafreundliche Veranstaltung zu sein. In diesen Bemühungen wird die Aktionsgemeinschaft Tiengen von der Badenova unterstützt.

Informationen im Internet:
http://www.tiengen.de

Musiker mit Spielfreude

<p>Jonathan Price ist auch in der Region und besonders beim Jazzfest in Tiengen kein Unbekannter. Er war schon mit anderen Formationen in Tiengen zu Gast. Diesmal kommt er mit der Black Earth Band. <em>Bild: Band</em></p>

Jonathan Price ist auch in der Region und besonders beim Jazzfest in Tiengen kein Unbekannter. Er war schon mit anderen Formationen in Tiengen zu Gast. Diesmal kommt er mit der Black Earth Band. Bild: Band

Tiengen (neu) Bands und Jazzgrößen hält auch der zweite Jazzfestabend bereit. Von der Bigband der Musikschule Südschwarzwald über Jonathan Price, der Allotria Jazzband, Moi et les Autres, die Jazzer aus Budapest bis zu Boogielicious und Luca Sestak. Die Bigband der Musikschule eröffnet den Samstagabend.

  • Jonathan Price and Black Earth Band: Die Freude der Jazzmusik sticht heraus bei der Aussage: „Jinathan Price is back in Tien­gen.“ Der in Oakland in Kalifornien geborene Musiker wird beschrieben als samtweiche Soulstimme und Stimmungskanone in einer Person. Dabei verstehe er es bestens, die Zuschauer für sich zu gewinnen. „Die einzigartige Mischung der Show aus Charme und Animation begeistert das Publikum.“

Sein Militärdienst bei der US Airforce brachte Price nach Deutschland, wo er seine Musik- und Schauspielkarriere begann. Soloauftritte, unter anderem im Olympiastadion in Berlin und mit Mariah Carey in Frankfurt sowie Starsängerauftritte in Saarbrücken und Mannheim machten ihn in Deutschland bekannt.

Beim Tiengener Sommer begeisterte er bereits mehrfach. In den vergangenen Jahren war Price als Frontman der ehemaligen Bands Funky Frank und Soul Circus beim Jazzfest aufgetreten. In diesem Jahr kommt er mit The Black Earth Band nach Tiengen. Sie wurde in den späten 1970er Jahren vom ghanaischen Musiker Robert Chonia („Sir Roberto“) gegründet. Price und die Band trafen 2015 erstmals auf der Bühne zusammen.

  • Bigband der Musikschule Südschwarzwald: Unter der Leitung von Saxophonlehrer Frank Pohl spielt die Bigband fetzige Arrangements und Orginalkompositionen verschiedener Stilrichtungen wie Swing, Funk, Rock und Latin in der klassischen Besetzung mit fünf Saxophonen, vier Trompeten, vier Posaunen und einer Rhythmusgruppe. Experimentierfreude und Improvisationen stehen dabei im Vordergrund.

Die Bigband wurde 1981 als eine der ersten Schülerbigbands am Hochrhein gegründet. Überzeugt kann sie von sich sagen: „Musik kennt keine Grenzen, got to get you into my life.“ Das heißt: das Zusammenspielen, die Musik, der Swing, die Lust am Solo, der Spaß am Auftritt und an den Proben. „Wir haben uns die Musik geschnappt, um sie in unser Leben zu holen.“ Wer sich das „Got-to-get“ mal vorsagt, spürt den inneren Rhythmus und kann sich ihm wohl kaum entziehen.

  • Allotria Jazzband, bezeichnet als „The Fine Notes of Classic Jazz“. Dies deutet die Richtung an. Klassischer Jazz ist das Thema der Allotria Jazzband schon seit Jahrzehnten. Sie spielt Dixieland und Swing. Die Frontline mit vier Bläsern hebt sich deutlich von den meisten heutigen Bands des traditionellen Jazz ab.

In der Stilrichtung Dixieland und Swing spielen sieben exzellente Solisten Kompositionen der 1920er- und 1930er-Jahre auf hohem Niveau. Im Herbst 2019 besteht die Allotria Jazzband 50 Jahre. Sie ist eine Münchner Institution. Sie gilt als eine der profiliertesten traditionellen Jazzbands in Mitteleuropa.

14 Bands auf vier Bühnen

<p>Grüße aus Ungarn: Die Budapest Jazz Steps Band kommen mit einer außerordentlich lebendigen und frischen Performance nach Tiengen. <em>Bild: Band</em></p>

Grüße aus Ungarn: Die Budapest Jazz Steps Band kommen mit einer außerordentlich lebendigen und frischen Performance nach Tiengen. Bild: Band

Tiengen (neu) Die Aktionsgemeinschaft Tiengen scheut keine Kosten und Mühen, um den Musikliebhabern aus nah und fern zwei unvergessene Jazzabende zu präsentieren. Jazzgrößen treten an zwei Tagen in 14 Bands, am Freitag und Samstag auf vier Bühnen in der Fußgängerzone, auf und heizen dem Publikum ordentlich ein. Sie bieten Musik auf höchstem Niveau, Jazz vom Feinsten.

Und das alles bei freiem Eintritt. Wo gibt es das sonst noch? Dank der vielen Sponsoren gelingt es den Organisatoren der Aktionsgemeinschaft immer wieder, dem Publikum ein derart großes, hochklassiges Festival anzubieten. Und das schon über viele Jahre hinweg. Sodass der Tiengener Sommer bereits zu einem Markenzeichen für den Stadtteil geworden ist.

Die Jazzfans haben selbst die Möglichkeit, die Veranstaltung zu unterstützen: mit dem freiwilligen Kauf des Jazzfest-Abzeichens, das in seiner einzigartigen Form bereits selbst zum Markenzeichen geworden ist. Die Plakette hat unverwechselbare Umrisse, hat jedes Jahr eine andere Farbe und ist jedes Jahr mit einem anderen Instrument versehen. In diesem Jahr heißt die Aufschrift: „2019 – I like Jazzfest Tiengener Sommer“. Daneben ist der vierblättrige Glücksklee der Aktionsgemeinschaft abgedruckt. Viele packen die Gelegenheit beim Schopf und kaufen sich ein solches Abzeichen. Es ist für manche vielleicht ein wertvolles Sammlerstück. Wer jedes Jahr kommt und jedes Mal ein Abzeichen kauft, hat bestimmt zu Hause eine vollständige Serie im Trophäenschrank hängen. Es sind Erinnerungsstücke. Zudem berechtigt die Plakette dazu, im gesamten Gebiet des Waldshuter Tarifverbunds (wtv) mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Bus und Bahn, nach Tiengen zum Jazzfest zu kommen und wieder nach Hause zu fahren. Es lohnt also, sich eine solche Plakette anzuschaffen – nicht alleine wegen der schönen Optik.

Zwei Tage Musik vom Feinsten, von 14 Bands zu genießen und kostenlos den ÖPNV zu nutzen – alles für weniger als 10 Euro. Das bietet nur die Aktionsgemeinschaft für dieses einzigartige Musikspektakel.

Plakette: Die Jazzfest-Plaketten gibt es für 7,50 Euro vor dem Jazzfest bei vielen Tiengener Geschäften, bei der Touristinfo in Waldshut, beim Bürgerservice in Tiengen und in der Geschäftsstelle des Waldshuter Tarifverbunds (wtv) in der Eisenbahnstraße 11 in Waldshut, während des Jazzfestes an drei Ständen in der Fußgängerzone.