Aus der englischen Partnerstadt Lewes kommt die traurige Nachricht vom Tod von Jack Greenaway, der im Alter von 83 Jahren gestorben ist. Gemeinsam mit Manfred Kirchgässner und Jean Lécaux gehörte Jack Greenaway zu den Vätern der Städtepartnerschaft Blois-Waldshut-Tiengen-Lewes, die vor 52 Jahren (mit Blois) und 42 Jahren (mit Lewes) offiziell gegründet worden ist. Der Verstorbene war ein leidenschaftlicher Verfechter des Drei-Städte-Bündnisses und auch der Freundschaft unter den drei Nationen, die er noch bis zuletzt mit großem Interesse verfolgte. Schon 1947 kam er als 14-Jähriger mit dem englischen Schüleraustausch ins französische Blois und kehrte in den folgenden Jahren immer wieder nach Frankreich zurück. Die Stadt Blois ernannte Jack Greenaway 1997 zu ihrem Ehrenbürger. Die ersten Kontakte mit Waldshut knüpfte der ehemalige Kripobeamte vor der offiziellen Verschwisterung mit der Polizei in Waldshut und später dann als Mitglied der Operatic Society mit dem Gesangverein Frohsinn. Später kamen dann immer mehr Verbindungen zwischen englischen und deutschen Vereinen und schließlich offiziell mit der Stadt Waldshut zustande. Jack Greenaway war als charmanter Plauderer und Gesellschafter ein gern gesehener Gast. Von 1994 bis 2004 war er Vorsitzender des englischen Partnerschaftskomitees, der Twinning Association Lewes. Seine Tochter Jacky Price leitet seit einigen Jahren das englische Komitee.

Viele Jahre organisierte der Verstorbene auch Touristenreisen nach Waldshut, um seinen Mitbürgern die deutsche Partnerstadt, der er sich immer eng verbunden fühlte, zu zeigen. „Ich habe drei Heimatstädte: Lewes, Blois und Waldshut“, war einer seiner Lieblingssätze. Kein Stadtfest und keine Chilbi gingen ohne Jack Greenaway über die Bühne. Ehrensache war, wenn er beim Wunschkonzert der Stadtmusik oder des Musikzugs St. Florian „Sussex on the Sea“ dirigieren konnte. Zuletzt kam er 2014, von der Krankheit schon gezeichnet, zur Chilbi nach Waldshut-Tiengen. Sehr viele Waldshut-Tiengener lernten Jack und Brenda Greenaway als großzügige Gastgeber kennen, die ihr Haus immer offen für Besucher der englischen Partnerstadt hatten.

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