Wird in Oberalpfen, zumindest auf der Durchgangsstraße, der K 6563, zu schnell gefahren? Aufgrund häufiger Klagen der Anwohner musste sich der Ortschaftsrat mit dieser Frage befassen. Um sachlich fundierte Auskünfte zu bekommen, war Jürgen Wiener, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, in der jüngsten Sitzung zu Gast. Entlang der Straße liegen der Kindergarten und das Busunternehmen Bächle. Um an die Bushaltestelle zu gelangen, müssen die Schüler die Straße überqueren.

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Jürgen Wiener verwies darauf, dass im Bereich des Kindergartens auf eine Strecke von 300 Metern Tempo 30 eingeführt werden könnte. Das setze allerdings voraus, schränkte er ein, dass der Eingang direkt an dieser Straße liege und das sei in Oberalpfen nicht der Fall. Außerdem gäbe es bereits zwei Verkehrsschilder „Achtung Kinder“ und entsprechende Piktogramme auf der Fahrbahn, also eine ausdrückliche Mahnung und eine weitreichende Regelung für die Verkehrsteilnehmer, ihren Fuß vom Gaspedal zu nehmen und äußerst zurückhaltend zu fahren. Bei den bisherigen Geschwindigkeitskontrollen sei Oberalpfen nicht aus dem Rahmen gefallen.

Mehr Geschwindigkeitskontrollen geplant

Künftig soll aber die Zahl der Geschwindigkeitskontrollen in allen Ortsteilen deutlich erhöht, sogar verfünffacht werden, kündigte Wiener an. Einen Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel einzurichten, das würden die Verkehrszahlen jedoch nicht hergeben. Eine Straßenverschwenkung oder eine Verkehrsinsel einzubauen, das wäre aufgrund der Gegebenheiten kaum realisierbar. „Ich würde alle Wege mitgehen“, so Wiener. „Ob wir erfolgreich sind, hängt aber von vielen anderen Faktoren ab.“ Da müssten einige Behörden befragt werden und zuletzt der Gemeinderat zustimmen.

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Daneben sei es aber auch generell möglich, auf allen übrigen Ortsstraßen Tempo 30 einzuführen. Ob das jedoch im Sinne der Bürger ist, sei eine ganz andere Frage. Denn alle Maßnahmen hätten auch ihre Kehrseiten, seien in der Regel mit einer zusätzlichen Abbrems- und Beschleunigungsphase verbunden, also auch mit mehr Lärm. „Das wollen die Anwohner nicht vor ihrer Haustüre haben“, bestätigte auch Ortsvorsteher Armin Arzner. Seiner Meinung nach würde jedoch ein Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde für Entspannung sorgen. Der Ortschaftsrat beschloss, über das Thema nochmals zu verhandeln und erst danach einen Beschluss zu fassen.