Zwei Wünsche hat Mona Omar aus Syrien: Frieden und eines Tages in ihre Heimat zurückzukehren. Das erzählte die Künstlerin und Professorin für Management, Marketing und Customer Behavior. Sie stellte ihre Bilder anlässlich der interkulturellen Woche im Frauentreff In Via in der Rheinstraße aus und nahm auch persönlich Stellung zu ihren Werken. Zur Ausstellung eingeladen hatte Melanie Schweizer von In Via in Waldshut.

Die Künstlerin Mona Omar vor einigen ihrer Bilder. Bild: Susanne Schleinzer-Bilal
Die Künstlerin Mona Omar vor einigen ihrer Bilder. Bild: Susanne Schleinzer-Bilal
Mona Omar ist in Palästina geboren und in Syrien aufgewachsen. Jetzt lebt sie mit ihrer Familie in Rheinfelden. Sie sei angekommen in der Fremde, aber die Sehnsucht nach der Heimat sei immer noch groß, erklärte Mona Omar. Das zeigt sich auch in ihren Bildern, die größtenteils in Acryl auf Leinwand gehalten sind. Eines der Bilder bedient sich nur der Farben Dunkelgrau und Schwarz. "Die Menschen schauen zurück und nach Europa. Die Zukunft in Europa aber auch in der Heimat ist ungewiss", lautet der Untertitel. Ein anderes Bild, ganz in Rot, trägt den Untertitel: "Man möchte schreien, bitte beendet den Krieg, aber es geht nicht." Sehr bewegend auch das Bild mit dem Untertitel "Wir senden Vögel aus, um unseren Angehörigen zu sagen, wie es uns geht."

"Sie gehen unter die Haut, diese Darstellungen", kommentierte Anneli Ahnert von der Caritas die Bilder. Kunsttherapeutin Beate Mäder, die sich die Ausstellung ebenfalls nicht entgehen lassen wollte, ergänzte, die Bilder seien sehr ergreifend. Die Künstlerin habe durch die Bilder ein Mittel gefunden, ihre Gefühle auszudrücken und dem Betrachter ein Fenster zu ihrer inneren Welt zu öffnen. Gleichzeitig bekomme der Betrachter einen Einblick in die Kultur, fuhr Mäder fort. Beeindruckt von der Ausstellung war auch Brigitte Vögtle, ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende von In Via. Die Bilder seien sehr ausdrucksstark. Dass sie nicht nur Krieg, Abschied und Verlust auf die Leinwand bringen kann, zeigte die Künstlerin in ihren wunderbaren Vogel-Bildern. Die zahlreichen Besucher waren sowohl von der Ausstellung als auch der Künstlerin restlos begeistert.