200 Scout-Schulranzen im Wert von rund 30 000 Euro hat der Kiwanis Club Waldshut-Tiengen in den vergangenen zehn Jahren gespendet. Sie gingen an Kinder aus sozial schwächeren Familien. Der Serviceclub Kiwanis arbeitet hierfür mit dem Landratsamt zusammen, das durch seine Mitarbeiter im Jugendamt weiß, welche Kinder aus dem Landkreis vor der Einschulung stehen und diese Art Unterstützung gut gebrauchen können. Unter den 20 ausgewählten Kindern sind dieses Jahr auch ein paar aus Flüchtlingsfamilien.

Hilfe ohne bürokratische Umwege

"Uns liegt diese Aktion sehr am Herzen, es ist Hilfe ohne bürokratische Umwege", sagte Kiwanis-Mitglied Michael Knoblauch. Er hob hervor, dass sie nur dank des Kontaktes zu den Ämtern möglich sei. Er und seine Kollegen Dieter Tritschler und Toni Elbert übergaben die Schulranzen im Landratsamt an Landrat Martin Kistler und Sozialdezernentin Sabine Schimkat. Der Landrat dankte den Kiwanis für den Einsatz und packte einen der Schulranzen aus, um zu zeigen, dass auch etwas drin ist: Verschieden große Mäppchen mit Inhalt und eine größere Mappe.

160 bis 200 Euro pro Schulranzen

Rund 160 bis 200 Euro kosten die ergonomisch geformten und extrem leichten Scout-Schulranzen mit Inhalt im Handel. Das Geld für die Schulranzen-Spende erarbeitet der Serviceclub Kiwanis jedes Jahr in Tiengen beim Jazzfest. Die Stadt ermöglicht es dem Club, während des zweitägigen Festes in einer Lounge im Schlossgarten zu bewirten. Rund 380 Arbeitsstunden pro Jazzfest sind Mitglieder des Kiwanis Club Waldshut-Tiengen nach eigenen Angaben, für den caritativen Zweck im Einsatz.

Bundesweite Aktion

Die Schulranzen-Aktion des Serviceclubs, der sich vorrangig für Kinder einsetzt, findet bundesweit statt. Die 20 Ranzen für die Kinder aus dem Landkreis werden in den nächsten Wochen von Mitarbeitern des Jugendamtes an die Familien übergeben.