Soll die Ortschaft in neue Hundekotbehälter investieren oder eher nicht? Das war das große Thema bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates in Oberalpfen. Ortsvorsteher Armin Arzner rechnete vor, dass ein System mit fünf Roby Dogs, rund ums Dorf verteilt, mehr als 1500 Euro kosten würde. Bisher hatte der Ortschaftsrat eigentlich den Standpunkt vertreten, die Entsorgung des Kots sei Sache der Hundehalter und keine öffentliche Aufgabe. Doch dagegen regte sich Protest. 

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Seitens der Hundebesitzer im Dorf wurde so argumentiert: „Wir zahlen ja schließlich Hundesteuer und dafür können wir auch eine Gegenleistung erwarten.“ Die Hundesteuer, so Armin Arzner, sei aber nicht zweckgebunden, sondern das Geld werde für gemeinnützige Zwecke eingesetzt. Bei der Aufstellung der Kotbehälter seien auch nicht die Anschaffungskosten das Problem, sondern die Betreuung und die regelmäßige Leerung.

Wer leert die Behälter?

Zwar hätten sich Freiwillige, zwei junge Frauen aus dem Dorf gemeldet, aber möglicherweise nur für eine befristete Zeit. Armin Arzner: „Das ist schließlich keine schöne Arbeit und wer will sich da schon dauerhaft binden?“ Den Bauhof der Stadt mit der Leerung zu beauftragen, sei zu aufwendig und käme zu teuer.

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Zweites Problem: Für die Zwischenlagerung der Kotbeutel müsste eine separate Mülltonne aufgestellt werden. Bei einem Volumen von 60 Litern wären das 210 Euro im Jahr. Als Standort für diese Tonne käme das Salzlager im „Wäschhüsle“ in Frage, also in einem geschlossenen Raum. Die Tonne im Freien abzustellen, das hielt Armin Arzner nicht für ratsam.

„Dann wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass hier Müll in allen Variationen entsorgt wird“, sagte er. Das bestätigte auch Michael Ebi, der sich seit Jahren um den Müllbehälter bei der Kapelle nahe der B 500 kümmert und im Bereich der beiden Sitzbänke und der Kapelle den Rasen mäht. „Leute, die zuhause ihren eigenen Mülleimer voll haben, entsorgen hier ihren Restmüll,“ stellte er fest.

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Hinzu käme, dass viele Hundebesitzer den Gestank aus dem eigenen Mülleimer vermeiden wollen und daher den Kot lieber in öffentlichen Einrichtungen entsorgen. Schließlich einigte sich der Ortschaftsrat darauf, erst mal drei Kotbehälter aufzustellen, einen bei der Kapelle bei der B 500, einen beim Kinderspielplatz und einen am Ortsverbindungsweg nach Remetschwiel. Aber auch seitens der Hundehalter, die in der Sitzung anwesend waren, wurde signalisiert, mitzuhelfen und die Problematik im Auge zu behalten. Armin Arzner zeigte sich erleichtert darüber, dass die Gespräche in dieser konstruktiven Art geführt werden konnten.