Erneut wurde im Ortschaftsrat über die wachsende Verkehrsbelastung auf der Ortsverbindungsstraße Waldshut-Gurtweil geklagt. Verstärkt werde das Problem durch den steigenden Schwerlastverkehr, der die Strecke zunehmend nutze, um die Engpässe im Bereich des Zolls zu umgehen.

Gurtweiler befürchten Chaos, wenn die Waldshuter Kolpingbrücke saniert wird

Befürchtet wurde, dass es vollends zum Chaos kommen werde, wenn die Waldshuter Kolpingbrücke saniert wird. "Das wird uns noch schwer belasten", so Ortsvorsteherin Marina Schlosser. "Gehandelt wird erst dann, wenn etwas passiert ist", so urteilte Gerold Müller. Er forderte eine konsequente Längen- und Tonnagebegrenzung für den Schwerlastverkehr auf dieser Strecke.

"Der Verkehrslärm dauert den ganzen Tag über"

Ein Anwohner beschrieb die Situation so: "Der Verkehrslärm dauert inzwischen den ganzen Tag über, pausenlos." Katastrophal seien die Zustände im Bereich der Serpentinen. Da müssten die schweren Lastwagen und Gelenkbusse auf die Gehwege ausweichen, um die Kurve zu kriegen. "Ist das zulässig?" fragte er. "Es ist unglaublich, was sich auf dieser Strecke abspielt, das ist längst nicht mehr normal."

Neue Rohrbrücke kommt im August

Positiv aufgenommen wurde dagegen die Nachricht, dass die neue Rohrbrücke im August montiert werden soll. "Eigentlich bin ich überrascht, dass es nun doch noch so schnell klappen soll", kommentierte Marina Schlosser, "denn die Brücke musste neu überplant werden, auch um den Lärmpegel beim Durchlauf der Abwässer zu reduzieren". Die Brücke über die Schlücht wurde im Juli 2015 wegen statischer Probleme geschlossen.

Freizeitareal soll 32.000 Euro kosten

Teurer als geplant wird das neue Freizeitareal in der Nachbarschaft der Schule. Marina Schlosser listete Kosten in Höhe von 32 000 Euro auf, für eine Wassertretstelle, einen Bouleplatz, Beleuchtung und neue Wege, die allein auf 11 000 Euro kämen. Cornelie Scheuble fragte, ob die Wege wirklich in dem Umfang sinnvoll seien.

Auch eine Beteiligung der Schule wurde angeregt, denn die profitiere ja am meisten von den Anlagen. Denkbar sei auch eine Kleinspielfeld, zumal da auch mit Zuschüssen des Badischen Sportbundes gerechnet werden könne, so Marina Schlosser. Jedenfalls bestünde noch ein erheblicher Klärungsbedarf. "Und wenn es dann nicht mehr in diesem Jahr reicht, dann eben im nächsten Jahr", meinte sie.

Ärger über Lüftungsprobleme in der Gemeindehalle

Auf gutem Weg sah sie die Verlegung des Umspannwerkes. Jedenfalls seien die vier Netzbetreiber von der Stadt angeschrieben und zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Für Ärger sorgen die Lüftungsprobleme in der neu renovierten Gemeindehalle. Für die Nutzer der Halle sei es enttäuschend, dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden. Unsicherheit bestünde auch darüber, ob die Fenster geöffnet werden dürften.

In der alten Schule sei die Heizung endgültig ausgefallen. Im Rahmen der energetischen Sanierung sollen eine neue Heizung und neue Fenster eingebaut werden. Auch das Rathaus soll neue Fenster bekommen. Offen sei noch, ob der Bürgersaal für eine weitere Schulklasse benötigt werde.