Zufriedene Stimmung herrschte beim Bauverein Waldshut eG, der in der Bildungsakademie seine Mitgliederversammlung abhielt. Aufsichtsratsvorsitzender Oskar Maier freute sich, neben den 71 stimmberechtigten Mitgliedern auch zahlreiche Gäste begrüßen zu können, unter ihnen Bürgermeister Joachim Baumert. Beeindruckend war die Bilanz, die der geschäftsführende Vorsitzende Andreas Kunzelmann präsentierte.

Wohnungsbestand gesteigert

Durch weitere Immobilienkäufe, darunter ein Gebäude in der Brucknerstraße mit 15 Wohneinheiten und ein Haus in der Kalvarienbergstraße mit zwei Wohnungen, konnte der Bestand auf 407 Wohnungen gesteigert werden. „Landesweit aber liegen die Fertigstellungen weiterhin unter dem Bedarf“, so bilanzierte Kunzelmann. Trotz Mietpreisbremse sei der Wohnungsmarkt, vor allem in den Zentren, weiterhin durch Anstiege bei den Preisen und Mieten gekennzeichnet. Für den Durchschnittsverdiener werde es immer schwieriger, sich eine standesgemäße Wohnung zu leisten. Extrem teuer seien auch die Eigentumswohnungen geworden. Sozialer Wohnungsbau? Den könnten nur noch die Baugenossenschaften leisten, „obwohl wir ja die gleichen Erstellungspreise haben.“

Modernisierung von Wohnungen

Laut Statistik bestünde im Kreis Waldshut zwar keine Wohnungsnot, aber das sei entlang der Hochrheinschiene ganz anders, wo die Nachfrage nach wie vor sehr hoch sei. Ziel des Vereins sei es auch in Zukunft, die Wohnungen zu modernisieren, Zentralheizungen zu installieren, Balkone anzubauen und die Wohnqualität zu steigern. Hinter der Kalvarienbergstraße wurde ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück erworben, das bald erschlossen werden soll. Umgekehrt wurde ein Grundstück an die Christliche Schule verkauft, „weil für uns soziale Gesichtspunkte einen hohen Stellenwert haben.“ Problematisch sei die Verkehrssituation in der Kalvarienbergstraße, da könnte, so Andreas Kunzelmann, ein Einbahnverkehr Abhilfe schaffen. Er wies auch auf die Einführung der Biotonne im nächsten Jahr hin, da wäre es sinnvoll, Hausgemeinschaften zu bilden, „damit sich die Zahl der Tonnen in Grenzen hält.“

Prüfungsbericht des Verbandes

Karin Gärtner, Mitglied des Aufsichtsrates stellte den Prüfungsbericht des Verbandes für das Geschäftsjahr 2016 vor, der dem Bauverein ein gutes Zeugnis ausstellte. Bei den Wahlen wurden die Aufsichtsräte Werner Roth und Oskar Maier in ihren Ämtern bestätigt. In seinem Schlusswort appellierte Oskar Maier an die Gemeinden, bessere Rahmenbedingungen für den sozialen Wohnungsbau zu schaffen.