Eine besondere Erfolgsgeschichte startete im Mai 2004 auf dem Tiengener Marktplatz. Ab April 2015 fand sie ihre Fortsetzung in der Hauptstraße im ehemaligen Gasthaus „Hirschen“. 15 Jahre ist mittlerweile das Café „Zwischen“ des Caritasverbandes Hochrhein in Tiengen beheimatet. Diesen Geburtstag feiert das Café kommenden Montag bis Samstag mit umfassenderen Angeboten.

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Die Gäste haben beispielsweise mehr Auswahl bei den Kuchen. Bei den Menüs, dem Hauptgeschäft des Cafés, werden die fünf beliebtesten der vergangenen Jahre auf der Speisekarte stehen und reichhaltiger sein. Beispielsweise mit einem Dessert oder einer weiteren Beilage serviert werden, zusätzlich erhält der Gast eine kleine Geschenktüte als Dankeschön.

Für Stammbesucher sind Besonderheiten alltäglich

Das Café „Zwischen“ hat viele Stammbesucher, für die seine Besonderheiten längst alltäglich sind. Zum Beispiel, dass kein Alkohol ausgeschenkt wird, per Ankreuzen auf einem Blatt bestellt wird und am Ende des Besuchs, mit dem Blatt zur Kasse gegangen wird. Flyer auf den Tischen informieren über das Café und seine Abläufe. Diese Besonderheiten ermöglichen es Menschen mit Behinderung, mit Unterstützung weitgehend selbständig das Café zu „schmeißen“. Sie kochen, backen, richten Salate her, bedienen die Gäste und – was bei den meisten weniger beliebt ist – übernehmen auch Putzarbeiten.

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Ein Betreuungsteam von sechs Personen steht ihnen dabei zur Seite. Rund 20 Mitarbeiter mit und ohne Behinderung gehören insgesamt zum Stammpersonal des Cafés. „Es ist mit dem Ziel entstanden, bestimmten Personen Alternativen zur Werkstattarbeit anzubieten und der Öffentlichkeit zu zeigen, was Menschen mit Behinderung mit Begleitung leisten können“, sagt Daniel Philipp vom Caritas-Sozialdienst, berufliche Teilhabe. Er leitet das Café „Zwischen“, das zu den Caritaswerkstätten gehört.

Blick auf das Café „Zwischen“ in der Tiengener Hauptstraße: Marco Küpfer, Daniel Philipp (Caritas- Sozialdienst, berufliche Teilhabe und Leiter des Cafés), Elke Leber, Tamara Deck, Bernhard Wuchner (Caritas-Bereichsleitung Inklusion und berufliche Teilhabe), Oliver Frankenhauser und Roje Astifo freuen sich auf die Jubiläumswoche und die Gäste.
Blick auf das Café „Zwischen“ in der Tiengener Hauptstraße: Marco Küpfer, Daniel Philipp (Caritas- Sozialdienst, berufliche Teilhabe und Leiter des Cafés), Elke Leber, Tamara Deck, Bernhard Wuchner (Caritas-Bereichsleitung Inklusion und berufliche Teilhabe), Oliver Frankenhauser und Roje Astifo freuen sich auf die Jubiläumswoche und die Gäste. | Bild: Ursula Freudig

Während in den Werkstätten produziert wird, bietet das Café eine Dienstleistung mitten in der Gesellschaft an. „Das Café ist ein weiterer Werkraum der Werkstätten, ermöglicht aber ein Miteinander und Begegnungen wie sie in den Werkstätten nicht möglich sind“, so Bernhard Wuchner, Caritas-Bereichsleitung Inklusion und berufliche Teilhabe.

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