Vor 25 Jahren

In einem gemeinsamen Schreiben wandten sich der Waldshuter Landrat Bernhard Wütz, Oberbürgermeister Martin Albers von Waldshut-Tiengen und Dogerns Bürgermeister Karl-Heinz Wehrle an Verkehrsminister Hermann Schaufler mit der Bitte, sie bei ihrer Forderung nach einem Kreisverkehr am Verkehrsknoten „Dogern Ost“ zu unterstützen, informierte der Alb-Bote am 2. Juli 1993. In ihrem Schreiben verweisen die drei Kommunalpolitiker darauf, dass die Bundesstraße 34 im Osten von Dogern zu den verkehrsmäßig am höchsten belasteten Straßen im Kreis Waldshut gehöre und der noch nicht geregelte Knoten trotz einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer einen Unfallschwerpunkt darstelle.

Durch die unmittelbar bevorstehende Anbindung des neuen Dogerner Gewerbegebiets „Schnöt“ werde sich die Unfallsituation weiter zuspitzen. Der vorgeschlagene Kreisverkehr werde den Verkehr an diesem Knoten weniger aufhalten als eine Ampelanlage. Das Straßenbauamt Bad Säckingen installierte jedoch eine Ampelanlage, die den Verkehr bis heute in zufriedenstellender Funktion regelt.

Weilheim – „In den letzten beiden Wochen häuften sich in Nöggenschwiel und Remetschwiel Hirnhautentzündungen bei Kindern“, berichtete der Alb-Bote am 3. Juli 1993. „Nach Auskunft von Bürgermeister Gantert sind bis jetzt zehn Fälle festgestellt worden. Da unklar gewesen war, um welche Art der Hirnhautentzündung es sich handelt, wurden alle Betroffenen in die Kinderklinik Lörrach eingewiesen.

Wie sich jetzt herausstellte, handelt es sich bei allen Fällen nicht um eine bakterielle Hirnhautentzündung mit der Gefahr von Langzeitschäden, sondern um eine virusbedingte Meningitis. Untersuchungen der Freiburger Virologie hätten ergeben, dass es sich um die Folgeerscheinungen einer harmlosen Sommergrippe handelte, die folgenlos ausheile.“

Vor 50 Jahren

Tiengen – Der erste Wohnblock-Typ mit Eigentumswohnungen in Tiengen entstand vor 50 Jahren im Tiengener Baugebiet Süd. Es handelte sich um zwei Neubauten mit 40 Wohnungen. Der Alb-Bote bescheinigte in einem Beitrag vom 19. Juli 1968 der Genossenschaft zur Förderung des Wohnungsbaues Tiengen-Waldshut ein „vorbildliches Wirken zur Linderung der Wohnungsnot“.

Vor 75 Jahren

Bannholz – „Nach anstrengenden Tagen geht nun die Heuernte dem Ende entgegen“, berichtete der Alb-Bote am 5. Juli 1943 vom Bannholzer Berg. „Von früh bis spät waren die Maschinen im Einsatz. Der Futterertrag fiel besser aus, als man vor Beginn der Heuernte vermutete. Nach 14-tägiger Ferienzeit hat nun auch der Schulunterricht wieder begonnen. Manches Schulkind musste bei der Ernte den an der Front stehenden Vater oder Bruder ersetzen. So hilft jeder, groß und klein, mit, um alles unter Dach zu bringen.“

Vor 100 Jahren

Dogern – In den letzten Monaten des Ersten Weltkriegs waren auch im Kreis Waldshut die Menschen auf Hungerrationen gesetzt. Für die Verteilung der knappen Lebensmittel war der Kommunalverband zuständig, an den sich im Sommer 1918 diese im Alb-Bote veröffentlichte Zuschrift von Lesern aus Dogern richtete: „Ist es dem Kommunalverband bekannt, dass der Bäcker in Dogern erkrankt ist und Familien hier sind, die seit dem 27. Juni kein Brot mehr haben? Wenn die Hilfe aussichtslos ist, so wird es das Beste sein, wir bitten den Allmächtigen, er möge einen tiefen Schlaf über uns kommen lassen – wie über Adam – , und dann beim Wiedererwecken uns mit einem Ziegenmagen erfreuen, denn am Liederbach wächst zur Zeit herrliches Ziegenfutter.“ (hff)