Waldshut-Tiengen – Hugo Waidelich, Geschäftsführer der GWA gemeinnützige GmbH in Waldshut-Tiengen, hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt eingeladen, um ihr die Umsetzung des Pilotprogramms Respekt vorzustellen. Es wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales für schwer zu erreichende junge Menschen ins Leben gerufen. Die GWA wurde in die Förderung aus dem Bundesprogramm aufgenommen und erhält seit April bis Ende 2017 rund 255¦000¦Euro an Fördergeld vom Bund, schreibt die GWA in eine Pressemitteilung.

Im Mittelpunkt des Programms stehen Projekte, die mithilfe zusätzlicher Betreuungs- und Unterstützungsleistungen für die Zielgruppe die Eingliederung in Bildungsprozesse, Leistungen der aktiven Arbeitsförderung, Ausbildung oder Arbeit erleichtern. Die GWA, die seit 1996 Mensch und Arbeit erfolgreich zusammenbringt, bietet zahlreiche Beratungen und Schulungen für Hartz-IV-Empfänger sowie ihre Integration in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Pro Monat werden bis zu 380¦Teilnehmer in verschiedenen Projekten betreut.

Dabei arbeitet das Unternehmen in Kooperation mit dem Jobcenter Waldshut, dem Landkreis Waldshut, der Handwerkskammer Konstanz und der Lebenshilfe Südschwarzwald. Die GWA fördert in unterschiedlichen Projekten die Eingliederung in den Arbeitsmarkt, das Wiedererlangen von Tagesstruktur, die Motivation für den zukünftigen Job und das Aufbauen von Vertrauen, Fairness und Toleranz.

Im Pilotprojekt Respekt werden Jugendliche und junge Erwachsene über Streetwork, ausgelegte Flyer und gezielte Projektwerbung eingeladen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden sie mithilfe der engagierten Mitarbeiter der GWA auf dem Weg zurück in Schule, Ausbildung oder Beruf begleitet. In gemeinsamen Aktionen, wie Kochen und in den Werkstätten tüfteln, werden der gegenseitige Respekt und Zusammenhalt gestärkt. „Die GWA leistet mit ihrem Einsatz einen wichtigen Beitrag, indem sie Menschen in einer schwierigen Lebenslage unterstützt“, sagte die Abgeordnete Gabriele Schmidt.

Das Pilotprojekt bietet einen niederschwelligen Zugang für Jugendliche im Alter von 15¦bis 25¦Jahren. „Wir verstehen uns als zusätzliches Angebot, welches die Betreuungslücke für schwer zu erreichende Jugendliche schließt und möchten auch auf bestehende Strukturen im Landkreis zurückgreifen“, sagte Hugo Waidelich. Bereits jetzt laufen die Gespräche mit Kooperationspartnern, um Kompetenzen und Erfahrungen im Sinne der jungen Menschen optimal zu nutzen.