"Man sollte Mütter und Ehefrauen nicht überstrapazieren, das kann furchtbar werden", führte Jürgen Amrein, Vorsitzender des SV Eschbach, in die Aufführung der Theatergruppe des Sportvereins ein. Die schmerzlichen Erfahrungen, die in dem Dreiakter "Petri Heil und Waidmanns Dank" zwei ungehobelte Paschas – der eine Angler, der andere Jäger – machten, waren für die Zuschauer ein Heidenspaß.

Geplagte Ehefrau und Mutter: Gerda (Karin Obrist, von links) mit ihrem ungehobelten, rumkommandierenden Mann Rudi (Holger Mutter) und ihrem Sohn Simon (Jonas Obrist), der ebenfalls Macho-Manieren an den Tag legt.
Geplagte Ehefrau und Mutter: Gerda (Karin Obrist, von links) mit ihrem ungehobelten, rumkommandierenden Mann Rudi (Holger Mutter) und ihrem Sohn Simon (Jonas Obrist), der ebenfalls Macho-Manieren an den Tag legt. | Bild: Ursula Freudig

Die Theatergruppe des SV Eschbach steht schon seit Jahrzehnten um den Jahreswechsel auf der Bühne und präsentierte sich einmal mehr in Topform. Jeweils rund 170 Zuschauer – viele davon von auswärts – erlebten am Wochenende in zwei ausverkauften Aufführungen unterhaltsame Stunden. Kaum jemand der Zuschauer dürfte in letzter Zeit so gelacht haben wie an diesen beiden Theaterabenden. Auch kulinarisch konnte es sich jeder gut gehen lassen. Mitglieder des Sportvereins bewirteten.

Esoterisch angehaucht: Szene aus der Theateraufführung des SV Eschbach mit Jorne Luckow (von links), Petra Obrist und Isabel Wochner.
Esoterisch angehaucht: Szene aus der Theateraufführung des SV Eschbach mit Jorne Luckow (von links), Petra Obrist und Isabel Wochner. | Bild: Ursula Freudig

Das Stück "Petri Heil und Waidmanns Dank" von Bernd Gombold ist in bewährter Lustspielmanier geschrieben. Was heißt, dass die Darsteller vor dem Happy End allerlei Turbulenzen ausgesetzt waren, die sie mit großem schauspielerischen Geschick meisterten. Holger Mutter und Markus Obrist glänzen als die proletenhaften, rumkommandierenden Macho-Rüpel Rudi und Herrmann, Karin Obrist als Ehefrau Gerda und Ursula Kramm als ihre Freundin Susi. Die beiden Frauen zahlten es den Männern heim und verwandelten sich dafür in liebestolle Italienerinnen.

Schwieriges Gespräch: Vater Rudi (Holger Mutter) glaubt, seine Tochter Tina (Isabel Wochner) aufklären zu müssen, rechts sein müder Bruder Herrmann (Markus Obrist).
Schwieriges Gespräch: Vater Rudi (Holger Mutter) glaubt, seine Tochter Tina (Isabel Wochner) aufklären zu müssen, rechts sein müder Bruder Herrmann (Markus Obrist). | Bild: Ursula Freudig

Isabel Wochner machte eine gute Figur als forsche Tochter Tina, die von ihrem neuen, esoterisch angehauchten Freund Harald – toll gespielt von Jorne Luckow – auf der Ökowelle schwimmt. Jonas Obrist überzeugte als Sohn Simon und Petra Obrist als aufgeschlossene Oma, die auch einem Joint nicht abgeneigt ist. Souffleuse war Marita Zieringer, ums Schminken hatte sich Martina Haselwander gekümmert. Rund acht Wochen Probenarbeit hat die Theatergruppe laut Karin Obrist, Leiterin der Gruppe, in die Aufführung gesteckt. "Ihr seid großartig", sagte Vorsitzender Jürgen Amrein. Das Publikum drückte das Gleiche mit tosendem Beifall aus.

Glänzende Darsteller: Die Theatergruppe bringt das Publikum am laufenden Band zum Lachen, hier Holger Mutter (v. l.), Petra Obrist, Markus Obrist, Jorne Luckow und Tina Wochner.
Glänzende Darsteller: Die Theatergruppe bringt das Publikum am laufenden Band zum Lachen, hier Holger Mutter (v. l.), Petra Obrist, Markus Obrist, Jorne Luckow und Tina Wochner. | Bild: Ursula Freudig

 

Männer in Nöten: Herrmann (Markus Obrist, links) und seinem Bruder Rudi (Holger Mutter) sind die Macho-Allüren vergangen.
Männer in Nöten: Herrmann (Markus Obrist, links) und seinem Bruder Rudi (Holger Mutter) sind die Macho-Allüren vergangen. | Bild: Ursula Freudig

 

Am Ende der Aufführung wird die Theatergruppe des SV Eschbach gefeiert, von links: Karin Obrist, Marita Zieringer, Martina Haselwander, Holger Mutter, Jorne Luckow, Petra Obrist, Markus Obrist, Ursula Kramm, Jonas Obrist, Isabel Wochner mit dem Vorsitzenden des SV Eschbach, Jürgen Amrein.
Am Ende der Aufführung wird die Theatergruppe des SV Eschbach gefeiert, von links: Karin Obrist, Marita Zieringer, Martina Haselwander, Holger Mutter, Jorne Luckow, Petra Obrist, Markus Obrist, Ursula Kramm, Jonas Obrist, Isabel Wochner mit dem Vorsitzenden des SV Eschbach, Jürgen Amrein. | Bild: Ursula Freudig