"Hansjoachim war ein Kulturmensch, Bücher, Theater, Kunst, das war seine Welt", sagt Liurong Wu-Gundelach über den Verstorbenen. Hansjoachim Gundelach schied am 6. Februar unerwartet durch eine Lungenembolie im Zuge einer langen Erkältung aus dem Leben. Liurong Wu-Gundelach hat 34 Jahre mit Hansjoachim Gundelach in Waldshut zusammengelebt, vor zwei Jahren haben sie geheiratet. Er ist selbstständiger Schneider mit eigenem Atelier in der Rheinstraße. Kennengelernt haben die Beiden sich im chinesischen Shanghai, wo der Lehrer Hansjoachim Gundelach eine Zeit lang unterrichtete.

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Vor Ort ist Hansjoachim Gundelach vor allem durch seine Tätigkeit bei der Goethe Gesellschaft Hochrhein einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden. Er war langjähriges Mitglied und bis Anfang 2018, sechs Jahre ihr Vorsitzender. In seiner Amtszeit entstanden das Goethe-Cafe, ein regelmäßiger Literaturtreff im Café "Stellwerk". Weiterhin entstanden Kooperationen und Projekte der Gesellschaft, unter anderem mit dem Hochrhein Gymnasium Waldshut und der Justus-von-Liebig Schule. Theaterfahrten oder Kochen nach Goethe-Rezepten sind Beispiele für Projekte.

"Ein offener und positiver Mensch"

Eine frühere berufliche Station von Hansjoachim Gundelach war eine Tätigkeit als freier Journalist beim SWR in Baden-Baden. In Waldshut arbeitete er viele Jahre als Exportleiter bei der damaligen Stuhlfirma Martin Stoll. Zuletzt, bis zu seiner Pensionierung, war er sieben Jahre Leiter des Designzentrums Thüringen. Liurong Wu-Gundelach bleiben viele gute Erinnerungen an seinen verstorbenen Lebenspartner. Hansjoachim Gundelach war ein – wie er sagt – offener und positiver Mensch, der viel von der Welt gesehen hat und als professioneller Organisator viel bewegt hat.

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"Ich höre auf zu leben. Aber ich habe gelebt" – dieses Goethe-Zitat steht auf der Todesanzeige, die Liurong Wu-Gundelach und die Goethe Gesellschaft Hochrhein gemeinsam herausgegeben haben. Die öffentliche Abschiedsfeier für Hansjoachim Gundelach ist am Sonntag, 10. März, um 14 Uhr auf der Schweizer Rheinseite in Rietheim. Dort wird nach dem Wunsch des Verstorbenen, seine Asche in den Rhein gestreut. "Er war ein Weltenbummler und geht damit wieder ins Offene, Weite", sagt Liurong Wu-Gundelach.

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