Waldshut-Tiengen Grüne im Landkreis für Jamaika offen

Bei der Kreismitgliederversammlung der Grünen waren die Jamaikakoalitions-Gespräche das wichtigste Thema, zu dem es unterschiedliche Meinungen gab. Zwei Delegierte wurden für den kommenden Parteitag in Berlin gewählt.

Gut gelaunt und stellenweise optimistisch präsentierten sich die Grünen bei ihrer Kreismitgliederversammlung im Rheinischen Hof in Waldshut. "Wir haben uns gut geschlagen", resümierte Uli Martin Drescher, Kandidat der Grünen im vorangegangenen Wahlkampf. In manchen Orten hätten sie bis zu fünf Prozent zugelegt.

Unterschiedliche Meinungen kristallisierten sich dann bei der Frage "Jamaikakoalition, wie stehen die Grünen dazu?", heraus. Die Alternative, dann nicht mitzuregieren, wäre schlimmer, meinte Peter Schanz, eines der Mitglieder. In einer Koalition mit der FDP wären die Grünen in der Lage, Gesetze mit zu beeinflussen.

Das Thema Jamaikakoalition löse bei ihr keine große Euphorie aus, hielt Ruth Cremer-Ricken dagegen. Sie halte das Ganze eher für einen "Nicht-Angriffspakt", fuhr sie fort. Eher optimistisch dagegen gab sich "Die grüne Jugend", vertreten durch Niklas Nüssle. In einer Regierung könne man mehr mitbestimmen, als in der Opposition. Er freue sich bereits auf die Sondierungsgespräche.

Bernd Wallascheck hingegen sieht in der Koalition eine größere Präsenz der Grünen. "Welches Ministerium hätten wir Grüne denn gern?", fragte dann Diskussionsleiterin Petra Thyen in die Runde. "Umwelt und Energie, Landwirtschaft und Verkehr" kam es wie aus der Pistole geschossen von Ruth Cremer-Ricken. Es werde Aufgabe der Grünen sein, ökologische und soziale Vorschläge einzubringen, ergänzte Uli Drescher.

Flott über die Bühne ging dann auch die Wahl zweier Delegierten für den nächsten Parteitag in Berlin. Niklas Nüssle und Ruth Cremer-Ricken nahmen beide die Wahl an. Als Delegierte für die LAG-Frauenpolitik konnte Eva-Maria Zuber gewonnen werden, die Geschäftsführerin der Grünen Christine Ehm ablöst. Diese bleibt weiterhin Ersatzdelegierte.

In dieser Arbeitsgemeinschaft würden wichtige Themen diskutiert, Politik aus Frauensicht gemacht, erklärte Ehm. Ein Thema sei zum Beispiel Frauen in Kriegsgebieten, oder die Frage, ob Frauen getrennt von den Männern in Flüchtlingsunterkünften untergebracht werden sollten. Eine Delegierte für den Förderverein Frauen- und Kinderschutzhaus konnte ebenfalls schnell gefunden werden. Neben Eva-Maria Zuber, konnte sich Antonia Kiefer für den Posten erwärmen.

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