Waldshut-Tiengen Gewerbliche Schulen Waldshut erhalten modernes Gerät

Stoll-Vita-Stiftung spendet 75 000 Euro für die Anschaffung einer Wasser- und Abrasiv-Schneideanlage für den Unterricht

Ein maschinelles System, von dem andere Schulen und auch Betriebe nur träumen können: eine Wasser- und Abrasiv-Schneideanlage. Dank einer Spende der Stoll-Vita-Stiftung konnten sich die Gewerblichen Schulen Waldshut diesen Traum erfüllen. Bei einem Festakt mit Landrat Martin Kistler, Schulleiter Frank Decker, dem Amtsleiter für Kreisschulen Markus Siebold und Fachlehrern überreichten die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Adelheid Kummle und Geschäftsleiter Matthias Maier einen Scheck über 75 000 Euro. Die Vorsitzende erklärte, dass das Projekt nach gründlicher Prüfung für förderwürdig befunden wurde, nicht zuletzt deswegen, weil Siegfried Isele als zuständiger Fachlehrer den Vorstand mit seiner Begeisterung und seinen Argumenten restlos überzeugt habe. Außerdem habe das Projekt der Zielsetzung der Stiftung entsprochen, sich für Bildung zu engagieren und jungen Menschen neue Wege zu öffnen, sich für die moderne Arbeitswelt zu qualifizieren.

Landrat Martin Kistler berichtete, dass sich auch der Kreistag mit dem Thema befasst habe. Auf die Frage, was man mit der Maschine anfangen könne, habe Markus Siebold kompetente Auskunft gegeben, sodass auch der Kreistag der Anschaffung zugestimmt habe. Die Kosten für das hochmoderne Schneidesystem belaufen sich, einschließlich Wasseraufbereitungsanlage, Software, Transport, Installation, Inbetriebnahme und Schulung vor Ort auf mehr als 120 000 Euro. Kistler dankte der Stoll-Vita-Stiftung, die mit ihrer Entscheidung die hervorragende Ausbildungsqualität in den Gewerblichen Schulen bestätige und damit zugleich einen wesentlichen Beitrag für eine weitere Qualifizierung junger Menschen im handwerklichen sowie im industriellen Bereich geleistet habe.

Schulleiter Frank Decker erklärte, dass die Anschaffung der Anlage wegen der Kosten für die Schule aus dem Rahmen gefallen sei. „Sie war nur möglich durch die großzügige Spende der Stiftung.“ Bei dem System handle es sich um eine neue Technik, die kaum bekannt sei. „Während die Schulen sonst immer der Entwicklung hinterherhinken, können wir jetzt einmal Vorreiter sein“, sagte er. Eine moderne Technik, so Fachlehrer Siegfried Isele, wirke sich positiv auf die Motivation der Schüler aus. „Die freuen sich und fragen, dürfen wir da auch mal ran?“ Die Anlage liege im digitalen Trend: Man gibt eine Zeichnung ein, die dann, vollautomatisch und präzise von der Maschine umgesetzt wird. Die Anlage soll bereits am kommenden Montag angeliefert und noch vor Weihnachten in Betrieb genommen werden.

Die Technik: Ein Wasserstrahl-Schneidesystem stellt eine hochwertige, vielseitige und auch kostengünstige Alternative zur Laserschneidetechnik dar. Sie bietet darüber hinaus eine größere Flexibilität hinsichtlich der zu bearbeitenden Materialien. Neben Metall können damit auch Keramik, Glas, Stein, Schaumgummi, Holz, Verbundmaterialien und Kunststoffe bearbeitet werden. Aufgrund der eingesetzten Pumpentechnologie kann die Anlage mit einem Dauerarbeitsdruck von 3800 Bar arbeiten. Weitere technische Details: Präzisionsantrieb, automatisches Schmiersystem, stabile Stahl-Guss-Bauweise, Zweischneidekopf-Technologie, Reinwasserstrahl- und Abrasiv-Wasserstrahltechnik sowie ein benutzerfreundliches Software-Paket.

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