Waldshut-Tiengen Für den guten Zweck: Drei Gurtweiler auf Spuren der Rallye Paris-Dakar

Drei Ingenieure aus Gurtweil waren auf einer dreiwöchigen Rallye für guten Zweck ins Senegal unterwegs. Am Ziel verkauften sie den alten Diesel, mit dem sie unterwegs waren und unterstützten damit ein Waisenhaus. Was die Gurtweiler dabei erlebt haben, erfahren Sie hier.

Jetzt sind sie wieder zurück, die drei Gurtweiler Abenteurer, die sich an Weihnachten mit der Auto-Rallye „Dust & Diesel“ auf den Weg nach Westafrika wagten. Viel Staub, beziehungsweise Sand aufgewirbelt, und viel vom Kraftstoff Diesel haben die drei Ingenieure während ihrer 7000 Kilometer langen Fahrt verbraucht. Und letztlich haben Klaus Jäger, Tobias Knorr und David Hauser zusammen mit den übrigen Teilnehmern durch den Verkauf der insgesamt 28 Diesel-Fahrzeuge, darunter auch ein Feuerwehrauto, in Senegal 23 000 Euro für ein Waisenhaus in Afrika erzielt.

Mit ihrem alten Mercedes-Diesel, den sie in Berlin für wenig Geld erworben haben, fuhren die drei seit Kindheit befreundeten Gurtweiler auf der bekannten Rallye-Strecke Paris-Dakar durch Frankreich, Spanien und in Afrika über Sandpisten durch die West-Sahara bis hin zum Zielort Saint Louis. Dort hieß es dann Abschied nehmen vom alten Daimler, der sie fast störungsfrei während der tagelangen Fahrt begleitet hatte und dann immerhin noch für 900 Euro verkauft werden konnte.

Bevor es dann per Flugzeug wieder auf die Rückreise ging, besuchte das Rallye-Trio noch das Waisenhaus, überließen die Campingausstattung den Einheimischen und verbrachten vier Tage in Dakar, der Hauptstadt des französischsprachigen Staates Senegal.

Das sind die drei Gurtweiler Abenteurer, die an Weihnachten mit dem alten Mercedes Diesel nach Westafrika gestartet sind und insgesamt etwa 7000 Kilometer zurückgelegt haben. Das Bild zeigt von links David Hauser (Bauingenieur) Klaus Jäger und Tobias Knorr (beide Maschinenbauingenieure) in Senegal/Westafrika zusammen mit einem Kind aus dem Waisenhaus. Bild: Klaus Jäger
Das sind die drei Gurtweiler Abenteurer, die an Weihnachten mit dem alten Mercedes Diesel nach Westafrika gestartet sind und insgesamt etwa 7000 Kilometer zurückgelegt haben. Das Bild zeigt von links David Hauser (Bauingenieur) Klaus Jäger und Tobias Knorr (beide Maschinenbauingenieure) in Senegal/Westafrika zusammen mit einem Kind aus dem Waisenhaus. | Bild: Klaus Jäger

Tief beeindruckt und auch begeistert von der teils abenteuerlichen Fahrt durch die Wüste nach Westafrika kehrten die drei Gurtweiler wieder in ihren Heimatort zurück. Der unangenehme Sand in allen Ritzen und Kleidern und der alte Diesel waren dann schnell vergessen, als sie ihren Angehörigen und Freunden von der Abenteuerreise und von der teils außergewöhnlichen Gastfreundschaft erzählen konnten.

Die Rallye

Die Dust-and-Diesel Rallye ist eine Amateur-Rallye für jedermann, die zweimal jährlich mit Autos nach Westafrika fährt. Am Ende der Fahrt werden die Fahrzeuge verkauft und der Erlös einem deutsch-mauretanischen Hilfsprojekt für benachteiligte Kinder in Mauretanien gespendet. In einer Gruppe von maximal 25 Fahrzeugen reisen die Teilnehmer auf den Spuren der Rallye Paris-Dakar von Deutschland in das Senegal. Die dreiwöchigen Rallyes starten im Mai und im Dezember und führen auf jeweils unterschiedlichen Routen. Es wird nicht auf Zeit gefahren und kein Sieger gekürt. Gewinner ist, wer im Senegal ankommt – das haben laut Organisator bisher alle geschafft.

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