Waldshut (blü) Die Christliche Schule am Hochrhein unterhält inzwischen sieben Bildungspartnerschaften mit regionalen Unternehmen zur Berufsvorbereitung ihrer Schüler. Nun überreichte Julia Reinacher von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hochrhein-Bodensee in Waldshut Urkunden an die Schule und vier Unternehmen zur Würdigung der Bildungspartnerschaften.

Die Christliche Schule am Hochrhein ist in jüngerer Zeit neue Bildungspartnerschaften eingegangen mit der Werbeagentur Kommunikation & Design (K&D) und Dorow Clinic (Zahnmedizin und ästhetische Chirurgie) in Waldshut, sowie der Firma Catolet aus Albbruck. Catolet hat sich auf die Herstellung von Katzenstreu spezialisiert. In Zusammenarbeit mit der Sparkasse Hochrhein wird das Planspiel Börse durchgeführt. Die Urkunden der IHK bestätigen auch, dass die Form der Partnerschaft den beabsichtigten Zielen und Standards der IHK entsprechen. In ihrem Vortrag sprach Julia Reinacher von der positiven Entwicklung, welche die seit 2008 von der Landesregierung und Wirtschaft angestoßenen Partnerschaften genommen haben: "Es gibt kaum eine Schule mehr ohne Kooperationspartner aus der Wirtschaft".

Fachlehrer Benja Bronkal präsentierte die Formen der Zusammenarbeit. Im vergangenen Jahr erarbeitete eine Gruppe von Schülern mit Hilfe der Agentur K&D Vorschläge für ein neues Firmenlogo für Haustechnik Binkert. Es entstanden professionelle Zeichnungen, welche den Schülern praktische Eindrücke von der Arbeit einer Werbeagentur vermitteln. Dorow Clinic aus Waldshut hilft bei der Berufsvorbereitung, indem eigene Auszubildende durch Berufspräsentationen in der Schule Einblicke über die Lehre in der Zahnmedizin bieten. Auch die von der Firma Catolet angebo-tenen Arbeitsplatzerkundungen helfen Schülern bei der Ausbildungs- und Berufswahl. Weitere Formen der Bildungspartnerschaft sind möglich und denkbar. Die IHK nennt unter anderem Eltern-Aktiv-Programme, zusammen geplante Lerneinheiten, und Patenschafts- und Mentorenprogramme. Sie müssen allerdings auch im realistischen Rahmen des Möglichen gesehen werden. Denn jede neue Bildungspartnerschaft "kostet auch Zeit und Kraft", erklärt Christian Fehlberg, Teamleiter Realschule.