Mit einem „gut gedeckten Tisch“ verglich Suzanne Remington, Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Wohnvision am Hochrhein, das Jahresprogramm 2017, das sie in der Hauptversammlung Revue passieren ließ. Darüber informiert der Verein in einer Pressemitteilung.

Nach dem traditionellen „Dreikönigsbrunch“ zum Auftakt des Jahres gab es Anfang Februar einen Filmnachmittag zusammen mit einer Wohnprojektinitiative aus Rheinfelden. Gemeinsam schaute man eine Dokumentation über die Entstehung eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts in München an, hinterher tauschte man sich rege dazu aus. Im März war die Initiative „Murg im Wandel“ zu Gast: Sie erläuterte, wie sie die kommunale Entwicklung in der eigenen Heimatgemeinde mit Freude und Erfolg mitgestaltet.

Vereinsmitglieder besuchten im Juli das genossenschaftliche Dorfgasthaus „Das Rössle“ in Todtnau-Geschwend, dort berichtete Gründungs- und Vorstandsmitglied Dieter Hierholzer über die positive Entwicklung seit der Inbetriebnahme 2014. Der Besuch beispielhafter bürgerschaftlicher Initiativen aus der Region führte ebenfalls im Juli zur Bürgergemeinschaft Küssaberg und zum Familienzentrum Hochrhein. Sehr beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer vom Engagement und Programm der beiden Einrichtungen. Unter der Überschrift „wir für uns“ erkundeten die Mitglieder Ende September das mittelalterliche Humpis-Quartier in Ravensburg.

Nach dem Vorstandsbericht und den Regularien gab es einen Ausblick auf das geplante Forum „Lebensräume – Lebensträume Gemeinwohl gestalten – wer wagt, beginnt“. Das Forum findet am Freitag und Samstag, 20. und 21. April 2018, in Zusammenarbeit mit der Stadt Waldshut-Tiengen und dem Landkreis Waldshut in den Räumen der Justus-von-Liebig-Schule in Waldshut statt. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie gestalten wir unsere Lebensräume, damit der Traum zukunftsfähiger Gemeinschaften Wirklichkeit wird – und zwar für alle Altersgruppen? Wie müssen Wohnraum, soziale Umgebung und der öffentliche Raum beschaffen sein, damit sich Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und -lagen nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich „zu Hause“ fühlen? Wo setzt man an? Welche guten Praxisbeispiele von „Wagemutigen“ gibt es, die schon begonnen haben, in diesem Sinne Gemeinwohl zu gestalten?

Das für April 2018 geplante Forum greift diese Fragen mit den folgenden Schwerpunktthemen auf: „Anders wohnen als gewohnt“, „Miteinander füreinander – Nachbarschaftsinitiativen“ und „Generationsgerechte Stadt“. Professor Thomas Klie aus Freiburg, Mitautor des siebten Altenberichts und vielbeachteter Forscher zu zivilgesellschaftlichen Themen, wird am 20. April die Tagung mit einem Vortrag eröffnen. Am 21. April werden namhafte Fachreferenten Veranstaltungen zu den drei Schwerpunktbereichen anbieten. Auf einer Info-Börse stellen zudem Initiativen und Organisationen aus der Region ihre Arbeit vor. Der Eintritt ist frei.