Im September wären es 50 Jahre gewesen, die Angelika Hauser aus Dettighofen in der Geschäftsstelle von SÜDKURIER und Alb-Bote in Waldshut tätig war. Am heutigen Freitag hat die 65-Jährige ihren letzten Arbeitstag und verabschiedet sich damit in den wohlverdienten Ruhestand.

Das Gesicht des SÜDKURIER

Angelika Hauser war wie das Gesicht des SÜDKURIER in Waldshut. Denn sie war nahezu ein halbes Jahrhundert an vorderster Front Ansprechpartnerin für die Kunden. Im Kundenservice nahm sie Privatanzeigen auf, bearbeitete Abonnements, verwaltete die Kasse und kümmerte sich auch um Reklamationen, wenn etwa ein Leser keine Zeitung zugestellt bekam. Sie verkaufte außerdem Veranstaltungstickets über die Systeme Reservix und Eventim und für das Gloria-Theater. Und in früheren Jahren sprang sie auch als Urlaubsvertretung in den früheren Geschäftsstellen in Tiengen, St. Blasien und Bonndorf sowie in Donaueschingen ein.

Ausbildung startete 1969

Ihre Ausbildung zur Verlagskauffrau hatte Angelika Hauser am 1. September 1969 in der damaligen SÜDKURIER-Geschäftsstelle in der Kaiserstraße in Waldshut absolviert. Das dritte Lehrjahr verbrachte sie in der Hauptgeschäftsstelle in Konstanz. Später ging es mit dem Umzug der Filiale auch für Angelika Hauser ins Alb-Bote-Gebäude in die Bismarckstraße.

Der Kundenkontakt hat Angelika Hauser große Freude bereitet.
Der Kundenkontakt hat Angelika Hauser große Freude bereitet. | Bild: Verena Wehrle

Stets ein offenes Ohr

„Vor allem der Kundenkontakt hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, das ist der Grund, warum ich auch so lange dabei geblieben bin“, sagt Hauser. Durch ihre Tätigkeit in der Geschäftsstelle wurde sie bekannt und beliebt in Waldshut. Denn sie hatte stets für alle Kunden ein offenes Ohr, war humorvoll und hatte immer einen lustigen Spruch auf Lager. Sie aber auch Seelentrösterin – zum Beispiel für Kunden mit einer Todesanzeige.

Jetzt mehr Zeit für Sport und Gesang

„Es war eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit, ich hatte jeden Tag andere Aufgaben und war immer auf dem neuesten Stand“, so Hauser über das, was ihr an der Arbeit in der Geschäftsstelle besonders gefiel. Sie kann sich noch gar nicht vorstellen, wirklich ganz aufzuhören. Angelika Hauser geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Und es scheint so, als würde das weinende Auge stärker ins Gewicht fallen. „Mir wird was fehlen – vor allem die Kunden und die Arbeitskollegen“, sagt die frisch gebackene Pensionärin. Künftig wird sie mehr Zeit haben für ihre Hobbys: Sie singt im Gemischten Chor in Dettighofen, geht gerne walken, wandern und ist gerne in lustiger Gesellschaft.