Ein Verfahren des Kriminalkommissariats Waldshut-Tiengen wegen Kinderpornografie gegen einen 38-Jährigen mit Wohnsitz im Kreis Waldshut aus dem Jahr 2017 hat auf die Spur weiterer Tatverdächtiger geführt. Bei der Durchsuchung im Februar vergangenen Jahres seien nach Polizeiangaben zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt worden.

38-Jähriger soll kinderpornografisches Material vertrieben haben

Das Polizeipräsidium Freiburg informierte nun über den Stand der Ermittlungen: "Bei der Auswertung konnte nicht nur der Tatverdacht gegen den Mann erhärtet werden, sondern auch die Spur zu weiteren Tatverdächtigen im In- und Ausland aufgenommen werden, mit denen der 38-Jährige kinderpornografisches Material getauscht oder solches verschickt und erhalten hatte." Sechs Kontakte kamen demnach aus dem Ausland, 23 konnten Personen im Inland zugeordnet werden, wovon 14 identifiziert werden konnten.

Gegen diese 14 aus den Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Berlin, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt seien durch die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen Ermittlungsverfahren eingeleitet und an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden vor Ort abgegeben worden. Die Auslandskontakte kamen nach Angaben der Polizei aus der Schweiz, Österreich und den Niederlanden. Die Erkenntnisse über diese Kontaktadressen seien dem Bundeskriminalamt übermittelt worden.

Polizei kam 38-Jährigen durch sichergestelltes Beweismaterial auf die Spur

Der zu Beginn ermittelte 38-jährige Beschuldigte sei zwischenzeitlich zu einer einjährigen Haftstrafe mit Bewährung verurteilt worden. Ihm kam die Polizei auf dieselbe Weise wie den 14 weiteren Verdächtigen auf die Spur: Sie ermittelte seine Identität aus Beweismaterial, das in einem anderen Bundesland im Zuge einer Durchsuchung nach kinderpornografischem Material im Jahr 2016 sichergestellt wurde.