Vor fast zwei Jahren wurde er geplant, am vergangenen Sonntag wurde der 1,7 Kilometer lange Erlebnispfad Eibenwald in der Nähe des Wildgeheges offiziell eingeweiht. Gestaltet worden war er von Holzbildhauer Simon Stiegeler aus Grafenhausen, geplant und entwickelt von Forstrevierleiterin Carmen Kellermann. „Eigentlich ist es eine Wiedereröffnung, aber an einer anderen Stelle“, erklärte Oberbürgermeister Philipp Frank während der Einweihung. Der Wald sei Teil des Stadtlogos und zeichne Waldshut-Tiengen und die umliegenden Ortschaften aus.

Den Durchgang zum Eibenwald sägte Oberbürgermeister Frank mit der Säge frei.
Den Durchgang zum Eibenwald sägte Oberbürgermeister Frank mit der Säge frei. | Bild: Susanne Schleinzer-Bilal

„Der Wald ist ein schützenswertes Gut, sowohl vom ökologischen als auch vom freizeittechnischen Standpunkt aus“, fuhr das Stadtoberhaupt fort. Er freue sich riesig über ein Stück Wald, das auch gestalterisch sehr schön geworden sei. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freute sich Frank. Erfreulich sei auch, dass die Kosten von 80 000  Euro fast zur Hälfte vom europäischen Fonds und der Glücksspirale übernommen worden seien.

Forstrevierleiterin Carmen Kellermann zeigt eine der interaktiven Stationen des Eibenwald.
Forstrevierleiterin Carmen Kellermann zeigt eine der interaktiven Stationen des Eibenwald. | Bild: Susanne Schleinzer-Bilal

„Endlich konnte ich mich mit etwas anderem als nur Borkenkäfer beschäftigen“, freute sich auch Carmen Kellermann. Die Arbeit mit Simon Stiegeler habe ihr sehr viel Spaß gemacht. Spaß und Freude sollten auch Groß und Klein im Wald haben. Dafür sorgten zwölf Erlebnisstationen auf dem Pfad, die interaktiv gestaltet seien. „Das Besondere in Waldshut ist der Eibenkopf.

Sie haben den Erlebnispfad Eibenwald eingeweiht (von links): Carmen Kellermann, Simon Stiegeler und Oberbürgermeister Philipp Frank.
Sie haben den Erlebnispfad Eibenwald eingeweiht (von links): Carmen Kellermann, Simon Stiegeler und Oberbürgermeister Philipp Frank. | Bild: susanne Schleinzer-Bilal

Eiben sind sehr selten und haben etwas Mystisches“, fuhr Kellermann fort. Als Maskottchen hätten sie deshalb auch „Eibi“, die rote Frucht der Eibe gewählt. Neben dem Spaß im Wald sei für sie als Försterin aber auch die Akzeptanz ihrer Arbeit wichtig. Es sei eine tolle Aufgabe für ihn gewesen, so Stiegeler. „Der Pfad integriert sich in die Natur, zeigt aber durch die grünen Zweige und den roten Kopf des Maskottchens, dass wir in der Moderne angekommen sind“, ergänzte Stiegeler.