Waldshut – Gleich drei hochkarätige Künstler boten am Montagabend den deutlich mehr als 100 Besuchern in der Versöhnungskirche Waldshut ein auserlesenes Barockkonzert mit dem Titel Stimme, Trompete und Orgel. Als ein besonderes Geschenk bezeichnete Bezirkskantor Matthias Flierl in seiner Begrüßung den Auftritt der international bekannten Künstler und freute sich über den guten Besuch der Konzertveranstaltung.

Bass-Bartionsolist Klaus Mertens, Joachim Pliquett mit der Piccolo-Trompete und Arvid Gast an der Orgel zauberten in unterschiedlichen Varianten ein Klassikkonzert in den akustisch hervorragenden Kirchenraum, das vor allem bei den verschiedenen Solopartien immer wieder nachhaltig unter die Haut ging. Wuchtig und majestätisch erklang der Auftakt mit Trompete und Orgel in Trumpet Voluntary von John Stanley. Außerordentlich brillant und absolut klangrein bis in höchste Tonlagen, und trotzdem mit einer gewissen Leichtigkeit, verzückte Pliqett mit seiner Piccolo-Trompete, umgangssprachlich auch als Bachtrompete bezeichnet, die Zuhörer.

Gleichsam ergreifend erklang das dominante Instrument in weiteren Stücken der ersten Konzerthälfte bei der Begleitung von Basssolist Klaus Mertens im „Laudate Pueri Dominum“ von Antonio Pino oder zusammen mit der Orgel in dem Stück „Kron und Preis gekrönter Damen“ aus der Kantante „Tönet ihr Pauken“ von Johann Sebastian Bach.

Kraftvoll und dynamisch, sowie immer wieder mit außergewöhnlicher Ausdruckskraft interpretierte Klaus Mertens außerdem „Cantabo Domino“ von Alessandro Grandi, sowie einige Lieder und Kantaten von Bach, meist markant und sensibel begleitet von Arvid Gast an der Orgel oder am Orgelpositiv und Joachim Pliquett mit der Trompete.

Meisterlich und dynamisch ergänzte Arvid Gast an der Orgel mit der Toccata in F BuxWV 156 von Dieterich Buxtehude die erste Konzerthälfte. Ebenfalls in großer Harmonie sowie in einer hervorragend dargebotenen Ausgewogenheit, interpretierten die Künstler in der zweiten Konzerthälfte weitere Werke von Johann Sebastian Bach und Friedrich Händel in großer Perfektion, sodass nach wiederholt heftigem Beifall des begeisterten Publikums sogar noch eine Zugabe gewährt wurde.