„Was müssen wir tun, um in Zukunft erfolgreich zu sein?“ Mit dieser Frage wandte sich Landrat Martin Kistler an die zahlreichen Zuhörer, die zum Wirtschaftsgespräch, organisiert von der Wirtschaftsregion Südwest, in das Landratsamt in Waldshut gekommen waren. Der Fokus liege hier auf den nächsten fünf bis zehn Jahren. „Wir müssen heute schon die Weichen stellen und uns fragen, wird mein Produkt morgen noch gebraucht?“, so Kistler.

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Als Gastreferent war Unternehmensberater Dirk H. Horn eingeladen, der sechs Jahre Personalleiter bei Novartis war und zurzeit in Kanada lebt. Er wolle einen Blick von außen bieten, erklärte er. „Wenn ich nach Deutschland komme, sage ich immer: ‚Hallo Vergangenheit‘“, amüsierte sich Horn. Damals sei das Internet schon schwach gewesen, heute sei es das auch noch, „das ist peinlich für Deutschland“, sagte Horn. Wenn das Internet schnell sei, sei man nicht in Deutschland; sagte Horn.

Made in Germany ist "sensationell"

Was Deutschland aber könne, seien Maschinen. Made in Germany sei sensationell, aber China hole auf, warnte er. „Wir sind an einer absoluten Zeitenwende angekommen, erklärte der Referent. „Wie sieht die Welt von morgen aus?“, wandte er sich an die Zuhörer. Die Welt von morgen sei vegetarisch oder vegan, vernetzt und smart, urban, bunt und habe ein unglaubliches Wachstumspotenzial. „Was können wir heute tun?“, fragte er in die Runde. „Sie sollten die Besten sein in dem, was Sie machen“, riet er und: früh genug in neue Technologien investieren. „Nehmt nur die Besten, egal in welcher Farbe und Form sie kommen. Findet Wege, die nächste Generation einzubinden, geht ran an das mobile Internet, unterstützt eure Mitarbeiter in der Familienpolitik“, appellierte Horn an die Zuhörer.

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Was Deutschland betreffe, so werde es schrumpfen. Noch nie habe es so viele 65-Jährige gegeben wie heute. Deshalb müsse das Land farbig werden. „Wie sollen wir dann mit den kulturellen Unterschieden umgehen?“, wurde zu diesem Thema aus dem Publikum gefragrt. „Das lernen wir auf dem Weg. Insgesamt müssen wir aber besser werden in der Integration“, erklärte Horn. Die Welt der Zukunft sei nicht mehr weiß, erklärte er. „Wir müssen uns intensiv mit dem Kulturwandel auseinandersetzen“, setzte Landrat Martin Kistler den Schlusspunkt unter die Veranstaltung.