Neues Führungsteam bei der katholischen Frauengemeinschaft Tiengen: In der Hauptversammlung im katholischen Gemeindesaal wählten rund 50 anwesende Mitglieder Angelika Duttlinger, Eva Hug und Rita Kesenheimer an die Spitze des Vereins. Sie bilden ein Team von gleichberechtigten Vorsitzenden.

Anneliese Keller. Bild: Ursula Freudig
Anneliese Keller. Bild: Ursula Freudig

Die langjährige Vorsitzende Anneliese Keller hatte nicht mehr kandidiert, wird aber als Beisitzerin weiterhin den Vorstand unterstützen. Ebenfalls neu in den Beirat gewählt wurden Marina Künstler und Susan Huber. In ihren Ämtern bestätigt wurden Kassiererin Carmen Völkle und Schriftführerin Christine Boger. Alle Abstimmungen erfolgten einstimmig.

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Ebenso einig waren sich die Frauen, dass ab 2020 der jährliche Mitgliedsbeitrag zehn Euro beträgt. Der bisherige in Höhe von fünf Euro hatte nach Aussage des Vorstandes, abzüglich der an den Diözesanverband Freiburg gehenden zwei Euro, nicht einmal mehr für die Geburtstagsgeschenke gereicht. Schriftführerin Christine Boger konnte in der Versammlung auf ein reges Vereinsjahr zurückblicken mit vielfältigen Aktivitäten innerhalb und für die Pfarrgemeinde Tiengen.

Hilfe in der Not

Hierfür dankte im Namen von Präses Ulrich Sickinger, Gemeindereferentin Regina Bausch-Isele herzlich. „Pfarrer Sickinger ist stolz auf die Gruppe, die verlässlich mit hilft, wenn irgendwo Not ist“, sagte Bausch-Isele.

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Vergangenes Jahr hat die Frauengemeinschaft neben Menschen in Not, unter anderem auch die Tiengener Kindergärten unterstützt. Eine größere Summe hat sie für die Renovierung der katholischen Pfarrkirche Tiengen und die dortige Orgelsanierung gespendet. Ebenso unterstützt wurde wieder das Hilfsprojekt in Kenia von Pater Paul, ehemaliger Vikar in Tiengen. Er war in der Versammlung anwesend und dankte den Frauen persönlich.

Reserve für kurzfristige Notlagen

Trotz der großzügigen Spendenbereitschaft der katholischen Frauengemeinschaft Tiengen ist ihre Kasse nicht leer, wie Kassiererin Carmen Völkle bekannt gab. Dies ganz bewusst, damit auch bei kurzfristig kommenden Notlagen schnell geholfen werden kann. Mit einer fruchtigen Erdbeerbowle klang die harmonische Hauptversammlung aus.

„Wir haben einiges bewirkt“

Anneliese Keller (68) hört nach 20 Jahren als Vorsitzende bei der katholischen Frauengemeinschaft Tiengen auf. Im Interview blickt sie zurück.

Frau Keller, die Frauen hätten Sie gern als Vorsitzende behalten, warum hören Sie auf?

Zum einen denke ich, dass es Zeit ist, eine neue Generation zum Zug kommen zu lassen und dadurch neue Ideen eingebracht werden. Zum anderen möchte ich zukünftig mehr Zeit für meine Familie und meine fünf Enkelkinder haben.

Wie würden Sie die 20 Jahre zusammenfassen?

Es war für mich eine gute Zeit, ich habe mit Freude in einer guten Gemeinschaft gearbeitet und hoffe, dass ich auch selbst zu dieser guten Gemeinschaft beigetragen habe. Wir haben in der Pfarrgemeinde einiges bewirkt. Ich bin zuversichtlich, dass meine drei Nachfolgerinnen es gut machen werden und Neues kommt. Ich bleibe als Beisitzerin im erweiterten Vorstand und werde mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch weiterhin mithelfen.

Was sehen Sie als wichtige kommende Aufgaben für den neuen Vorstand?

Die Mitgliederwerbung muss in Angriff genommen werden. Momentan sind die Mitgliederzahlen noch relativ konstant, aber wir brauchen für die Zukunft Jüngere. Es tut sich auch schon was. Im September wird der Vorstand interessierte Frauen zu einem Treffen einladen, bei dem die katholische Frauengemeinschaft Tiengen sich vorstellen wird.