Die Einsatzabteilung Waldshut der Feuerwehr Waldshut-Tiengen hat im Oktober 2018 ein neues Einsatzfahrzeug in Betrieb genommen, das jetzt am Autotag durch den Waldshuter Pfarrer Ulrich Sickinger auch den Segen der Kirche erhalten hat.

Mit Segen: Das Löschgruppenfahrzeug LF 10W wurde im Oktober von der Abteilung Waldshut der Freiwilligen Feuerwehr Waldshut-Tiengen in Betrieb für die Brandbekämpfung und für einfache technische Hilfeleistung in Betrieb genommen. Bild: Claus Bingold
Mit Segen: Das Löschgruppenfahrzeug LF 10W wurde im Oktober von der Abteilung Waldshut der Freiwilligen Feuerwehr Waldshut-Tiengen in Betrieb für die Brandbekämpfung und für einfache technische Hilfeleistung in Betrieb genommen. Bild: Claus Bingold

Das neue Löschgruppenfahrzeug (LF 10) wurde für die Abteilung als Ersatz für das in die Jahre gekommene Tanklöschfahrzeug (TLF 16 – Baujahr 1986) für 325 000 Euro angeschafft.

Gegen Rauch: Der Hochleitungslüfter diene der Bekämpfung von starker Rauchentwicklung, erklärt Abteilungskommandant Alexander Kaiser.
Gegen Rauch: Der Hochleitungslüfter diene der Bekämpfung von starker Rauchentwicklung, erklärt Abteilungskommandant Alexander Kaiser. | Bild: Claus Bingold

Die Technik: Der neue Löschgruppenfahrzeug der Marke MAN mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 13 Tonnen ist mit einem 300 PS-starken Bi-Turbo-Motor der Euro-6-Norm ausgerüstet und verfügt über Allradantrieb mit Luftfederung.

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In der Sicherheitsfahrgastzelle (mit Sicherheitstreppeneinstieg) und in der Frontkabine hat eine komplette Löschgruppe (neun Mann) Platz.

Mit Schaum: Über den Schaumzumischer kann Löschschaum dem Löschwasser beigemischt werden.
Mit Schaum: Über den Schaumzumischer kann Löschschaum dem Löschwasser beigemischt werden. | Bild: Claus Bingold

Die gesamte Beleuchtung ist mit LED-Leuchtmitteln bestückt. Der Fahrzeugaufbau ist mit integriertem Blaulicht versehen, das Astabweisend ist. Das Martin-Horn macht mit 121 Dezibel auf das Annähern des Einsatzfahrzeuges aufmerksam. Das LF 10 ist mit Digitalfunk ausgerüstet.

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Der Einsatz: Das Löschgruppenfahrzeug wird hauptsächlich für Löscheinsätze und einfache technische Hilfeleistungen eingesetzt. „Bei der Ausrüstung“, so Alexander Kaiser, Kommandant der Einsatzabteilung Waldshut, „haben wir uns darauf geeinigt, ein möglich standardisiertes Normfahrzeug zu beschaffen“.

Mit Sicherheit: Die hintere Fahrgastzelle ist über einen Sicherheitstreppeneinstieg zu erreichen.
Mit Sicherheit: Die hintere Fahrgastzelle ist über einen Sicherheitstreppeneinstieg zu erreichen. | Bild: Claus Bingold

Allerdings musste die Dachlast, hauptsächlich Leitern, niedriger als normal gehalten, um das Fahrzeug im Gerätehaus am Johannisplatz unterstellen zu können.

Mit Schutz: Zur Ausrüstung gehören Atemschutzgeräte. Auf dem Bild der stellvertretende Abteilungskommandant Thomas Pesch (links) und Abteilungskommandant Alexander Kaiser.
Mit Schutz: Zur Ausrüstung gehören Atemschutzgeräte. Auf dem Bild der stellvertretende Abteilungskommandant Thomas Pesch (links) und Abteilungskommandant Alexander Kaiser. | Bild: Claus Bingold

Die Ausstattung: Das LF 10 verfügt über einen 1200 Liter Wassertank für den Ersteinsatz und einen zusätzlichen Schaumtank. Über einen fest eingebauten Schaumzumischer kann dem Löschwasser bei der Feuerbekämpfung Löschschaum zugeführt werden.

Mit Flebilität: Der mobile Wasserwerfer für flexible Löscheinsätze.
Mit Flebilität: Der mobile Wasserwerfer für flexible Löscheinsätze. | Bild: Claus Bingold

Die Pumpenleistung liegt bei 3000 Litern pro Minute. Zu der Ausrüstung des LF 10 gehören unter anderem auch ein transportabler Wasser-Schaum-Werfer, eine Motor-Trennschleifsäge, ein Kombi-Schneid-Spreiz-Gerät, ein Stromaggregat mit einer Leistung von 9,5 Kilovolt und eine sogenannte Chiemseepumpe, eine Schmutzwasserpumpe, mit einer Pumpleistung von 1500 Litern pro Minute.

Mit Technik: Das Kombi-Schneid-Spreiz-Gerät für die technische Hilfsleistung.
Mit Technik: Das Kombi-Schneid-Spreiz-Gerät für die technische Hilfsleistung. | Bild: Claus Bingold

Mit der Pumpe können Teile bis zur Größe eines Golfballes befördert werden. Außerdem sind im Fahrzeug Chemieschutzanzüge und Atemschutzgeräte untergebracht.

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