Umfangreiche Ermittlungen des Kriminalkommissariats Waldshut-Tiengen haben am Donnerstag  laut Polizeibericht zu Durchsuchungsmaßnahmen und fünf Festnahmen geführt. Gegen die Männer, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind und aus den Asylunterkünften in Albbruck und Bad Säckingen stammen, wird wegen gewerbsmäßigem Handel mit Marihuana und Abgabe von Betäubungsmitteln an Kinder und Jugendliche ermittelt. Die Durchsuchung führte zum Auffinden von etwa 200 Gramm Marihuana, das zum Teil schon verkaufsfertig portioniert war. Außerdem wurde ein dreistelliger Bargeldbetrag sichergestellt, der aus den Rauschgiftgeschäften stammen dürfte. Es wurden fünf Personen aufgrund der zuvor ergangenen Haftbefehle festgenommen, sie werden im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Tatverdächtigen stammen vorwiegend aus Gambia und Algerien. Sie haben aus den beiden Asylbewerberheimen die Szene im Landkreis Waldshut mit Marihuana versorgt, so dass derzeit auch gegen etwa 30 Abnehmer Ermittlungsverfahren geführt werden.

Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen hat den Erlass von 20 Durchsuchungsbeschlüssen und mehreren Haftbefehlen veranlasst. Insgesamt wird gegen 22 Personen wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln ermittelt. Durchsucht wurden am Morgen die Wohncontainer der Beschuldigten, aber auch zwei Wohnungen in Gemeinden im Landkreis Waldshut waren von den zeitgleich durchgeführten Durchsuchungsmaßnahmen betroffen. Hierbei wurden die Beamten des Kriminalkommissariats von den Polizeirevieren Bad Säckingen und Waldshut, den Polizeihundeführern und dem Polizeipräsidium Einsatz unterstützt, auch Beamte von Zoll und Bundespolizei waren in den Einsatz eingebunden.