Sie haben als neu gewählte Stadträtin die ersten Sitzungen des Gemeinderates Waldshut-Tiengen erlebt. Haben Sie sich die Arbeit im Gremium so vorgestellt?

So ähnlich, durch die vielen neuen Stadträte laufen die Sitzungen weniger routiniert ab, dafür weht ein frischer Wind.

Warum haben Sie sich als Kandidatin aufstellen lassen? Was war Ihre Motivation? Was wollen Sie in der Stadt bewegen?

Ich war bereits vor zehn Jahren Stadträtin in Waldshut. Aus beruflichen Gründen habe ich nicht mehr kandidiert, aber habe die Diskussionen in der Stadt immer mitverfolgt und zu manchen Themen den Gemeinderat und den Bürgermeister angeschrieben oder mich an Bürgerversammlungen beteiligt. Aber mehr Einfluss hat man natürlich, wenn man im Gemeinderat sitzt, deshalb habe ich wieder kandidiert. Es gibt einige Pläne, die in die falsche Richtung gehen, zum Beispiel das neue Parkhaus für Waldshut. Allgemein möchte ich erreichen, dass der Schutz unserer Umwelt einen höheren Stellenwert in der Stadt bekommt. Dazu gehört die konsequente Förderung des ÖPNV sowie des Rad- und Fußgängerverkehrs, die drastische Verringerung des Flächenverbrauchs und die Förderung von erneuerbaren Energien und Nahwärme-Netzen.

Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Ich habe nicht erwartet, dass sich in drei Monaten etwas ändert.

Was war bisher für Sie als Stadträtin die größte Herausforderung?

Bisher ging es um die Weiterführung von bereits begonnenen Projekten, daher war die Herausforderung, sich die nötigen Informationen zusammen zu suchen.

Welche Themen waren für Sie bisher besonders spannend und warum?

Spannend waren eher grundsätzliche Fragen, zum Beispiel welche Themen sollen öffentlich behandelt werden.

Welches Thema oder Projekt liegt Ihnen für die Zukunft der Stadt Waldshut-Tiengen am Herzen?

Wir brauchen ein umfassendes Verkehrskonzept, das alle Verkehrsteilnehmer gleichwertig berücksichtigt. Dazu gehören ein Stadtbus und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer.

Welche Herausforderungen kommen nach Ihrer Sicht noch auf den Gemeinderat zu?

Bei zurückgehenden Einnahmen, neben den Pflichtaufgaben, noch oben genannte Projekte auf den Weg zu bringen.

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Wie hoch ist der Zeitaufwand, um sich für die Sitzungen vorzubereiten?

In der Regel benötige ich dafür circa vier bis sechs Stunden.

Könnten Sie sich schon jetzt vorstellen, in vier Jahren erneut als Stadträtin zu kandidieren?

Ja.