„Eine Glocke zu segnen und in Dienst zu nehmen ist eine außergewöhnliche Sache“, sagte Pfarrer Ulrich Sickinger. Er zelebrierte am Sonntagabend den feierlichen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche zur Weihe der Glocke St. Verena, die im Zuge einer Privatinitiative gegossen wurde.

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Entsprechend dem Weiheritus, sprach Pfarrer Sickinger das Segensgebet, salbte die Glocke mit Chrisamöl, besprengte sie mit Weihwasser, beräucherte sie mit Weihrauch und erbat Gottes Segen für ihren Dienst. Danach brachte er die Glocke mit einem speziellen Klöppel zum Erklingen.

Großes Interesse: Nach dem Weihe-Gottesdienst wird die Glocke von den Kirchgängern noch ausgiebig bewundert – auch von Altlandrat Bernhard Wütz und seiner Frau, die zum Kreis der Geldspender für die Anschaffung der Glocke gehören.
Großes Interesse: Nach dem Weihe-Gottesdienst wird die Glocke von den Kirchgängern noch ausgiebig bewundert – auch von Altlandrat Bernhard Wütz und seiner Frau, die zum Kreis der Geldspender für die Anschaffung der Glocke gehören. | Bild: Ursula Freudig

Zuvor war Ulrich Sickinger auf die besondere Bedeutung von Glocken und Glockengeläut eingegangen. Der Klang von Glocken würde unserem Alltag Struktur geben, auf einen göttlichen Bereich, auf eine Dimension jenseits des Getöses der geschäftigen Welt verweisen und uns mahnen, trösten, erfreuen und begleiten. Unterstützt wurde Pfarrer Ulrich Sickinger bei dem Weihe-Gottesdienst von Pfarrer Andreas Stüdli aus Bad Zurzach. Dies aus gutem Grund: Die St. Verena Stiftung Bad Zurzach gehört zu den großzügigen Spendern, die die Finanzierung der Glocke – Kosten knapp 16.000 Euro – unterstützt haben.

Privatinitiative unterstützt Anschaffung

Vertreter der Stiftung waren bei der Glockenweihe anwesend. Ebenso natürlich die drei Initiatoren und Organisatoren der Privatinitiative zur Anschaffung der Glocke: Klaus Nieke, Martin Jensen und Wolfgang Zimmermann. Die drei gestalteten den Gottesdienst mit, ebenso der Kirchenchor Tiengen.

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Nach der Weihe nutzten viele Gottesdienstbesucher die Möglichkeit, die reich verzierte Glocke ein letztes Mal aus nächster Nähe zu bewundern. Mittlerweile hängt sie schon in der Gemeinschaft der acht „alten“ Glocken im Turm der Tiengener Pfarrkirche. Dank der „Neuen“ wird demnächst ein vollkommen harmonisches Geläut zu hören sein. Die Turmsanierung einschließlich Läuteanlage der Pfarrkirche ist weitestgehend abgeschlossen.