Zur Hauptversammlung hatte der VdK-Ortsverband Bannholz/Indlekofen ins Gasthaus Sonne nach Indlekofen eingeladen. Der Vorsitzende Franz Welte freute sich zwar, viele Mitglieder bei der Versammlung begrüßen zu können, sagte allerdings: "Aber es hätten auch ein paar mehr sein können." Der Sozialverband Bannholz/Indlekofen zählt aktuell 99 Mitglieder, rund 30 davon nahmen an der Versammlung teil. Grüße übermittelte die VdK-Kreisvorsitzende Lucia van Kreuningen den Mitgliedern.

Über das zurückliegende Jahr berichtete Schriftführer Hanspeter Schäuble. Es fanden demnach drei Vorstandssitzungen statt, Ziele der beiden Ausflüge waren das Kloster St. Trudpert im Münstertal und der Mattenhof, Sitz des sogenannten Speckpapstes von Todtmoos. Schäuble berichtete außerdem auch über die Neufassung der Patientenverfügung, die im April herauskommen soll. Darin werde die Selbstbestimmung aller Patienten präzisiert und gestärkt. Dazu schilderte er auch ein konkretes Fallbeispiel. Er empfahl den anwesenden Mitgliedern, immer wieder ihre Verfügung zur Hand zu nehmen, sie laufend zu aktualisieren und neue Aspekte in das wichtige Dokument aufzunehmen.

Gut angenommen wurde die neue Servicestelle in der Tiengener Bahnhofstraße, die mit Elvira Bendzko, Referentin für Sozialrecht, besetzt ist. Im vergangenen Jahr wurden 357 Besucher in der Servicestelle gezählt. In 38 Fällen wurde erfolgreich Widerspruch eingelegt und dabei viel Geld erstritten. Andererseits mache es allerdings auch keinen Sinn, gegen jeden Bescheid, den man bekommt, Einspruch einzulegen, mahnte Schäuble. "Der Ansturm in Tiengen war enorm", sagte er, und obwohl die Bürostelle von 50 auf 80 Prozent aufgestockt wurde, seien die Wartezeiten, teils auch krankheitsbedingt, lang gewesen. "Aber das wird jetzt abgearbeitet", versicherte er.

Zudem werde zum 1. April eine weitere Bürokraft für die Servicestelle eingestellt. Der Umweg zur Lörracher Beratungsstelle mache laut Schäuble keinen Sinn, "da die Stelle für uns nicht mehr zuständig ist". Franz Welte erklärte: "Gut, dass es die Tiengener Servicestelle gibt, damit wir uns kompetent beraten lassen können." Obwohl sparsam gewirtschaftet wurde, musste Kassierer Gerhard Müller ein Minus von fünf Prozent beim Kassenstand bilanzieren. Als Kassenprüfer bestätigten ihm Monika Berger und Doris Schäfer eine einwandfreie Kassenführung.