Erst vor wenigen Wochen haben mehr als 300 Aussteller ihre Zelte nach der vierten erfolgreichen Auflage der Messe am Hochrhein in Tiengen abgebaut. Nun beginnen schon die Planungen für die fünfte Veranstaltung. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, der Veranstalterin Regina Rieger 2020 erneut den Festplatz und die Stadthalle in Tiengen für die Messe am Hochrhein zu verpachten. „Die Stadt ist mir sehr ans Herz gewachsen“, sagte die Messeveranstalterin aus Rastatt in der Sitzung und verkündete, dass die Messe von 2. bis 5. Oktober 2020 stattfindet.

Mit dem Verlauf der jüngsten Messe am Hochrhein ist Regina Rieger sehr zufrieden. „Unsere Besuchererwartung von 40 000 wurde erfüllt“, sagte sie und fügte hinzu: „Unser Konzept ist aufgegangen.“ Gut 70 Prozent der Aussteller kamen aus Waldshut-Tiengen und Umgebung. „Bei der nächsten Messe möchte ich die Bereiche Beruf und Karriere weiter ausbauen, da der Fachkräftemangel viele Unternehmen betrifft“, sagte Rieger. Dafür plant die Messe­veranstalterin ein gemeinsames Konzept mit weiterführenden Schulen und ortsansässigen Unternehmen, wie sie im Gemeinderat ausführte. Auch der Bereich Gesundheit ließe sich noch ausbauen. Als Aussteller könnte sich Regina Rieger unter anderem das Spital Waldshut vorstellen.

Eine Diskussion gab es im Gemeinderat über die Kosten für den Stand der Stadt Waldshut-Tiengen auf der Messe. Die Aufwendungen für die Stadt betrugen rund 30 000 Euro. Der Grünen-Stadtrat Paul Albiez-Kaiser wollte wissen, ob diese Kosten bei der nächsten Veranstaltung in zwei Jahren gesenkt werden könnten. Klaus Lang, Leiter der Stadtkämmerei, entgegnete, dass der Stand 2020 weniger aufwendig gestaltet werden soll, sagte aber auch: „Ich warne davor, die Kosten zu weit herunterzufahren, denn eine gewisse Qualität sollte vorhanden sein.“ Diese Meinung vertritt auch der CDU-Stadtrat Eugen Schupp: „Ich halte den Anteil der Stadt nicht für zu hoch. Das sollte es uns wert sein.“