Kaum ist der neue Waldshut-Tiengener Stadtkämmerer Martin Lauber in Amt und Würden, flattern ihm auch schon gute Nachrichten ins Haus. Am Freitag um die Mittagszeit meldete Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, dass das Land Baden-Württemberg den geplanten Interimsanbau an das Klinikum Hochrhein in Waldshut mit 3,5 Millionen Euro unterstützen werde. Aber was hat das mit der Großen Kreisstadt zu tun?

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Ganz einfach. Trotz des Ausstiegs Waldshut-Tiengens aus der damaligen Spitäler Hochrhein GmbH muss sich die Stadt mit etwa 14 Millionen Euro an der Ertüchtigung des Waldshuter Krankenhauses beteiligen. Entsprechend den damaligen Mehrheitsverhältnissen sind dies 60 Prozent der geplanten Ertüchtigungskosten. Für den Stelzen-Anbau sind elf Millionen Euro veranschlagt.

Stadt muss weniger zahlen

Diese Summe verringert sich jetzt um die besagten 3,5 Millionen Euro. Verbleiben also 7,5 Millionen Euro, die sich Klinikum, respektive Landkreis, auf der einen und Stadt Waldshut-Tiengen auf der anderen Seite im Verhältnis 40:60 teilen müssen. Unterm Strich bedeutet dies, dass der Stadt-Kämmerer grob zwei Millionen Euro weniger an das Klinikum überweisen muss.

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Und dann gab es am Freitag ja auch noch die Nachricht, dass der höchste jemals in Baden-Württemberg gewonnene Lotto-Jackpot (28,5 Millionen Euro) in den Großraum Waldshut-Tiengen fließt. Wohl nicht an die Doppelstadt. Aber so haben mindestens zwei Menschen allen Grund, frohgemut ins Wochenende zu starten. Ein Stadtkämmerer namens Martin Lauber und ein Glückspilz noch ohne öffentlich bekannten Namen.

Keine Freude

Spätestens seit Dienstagnachmittag dürfte die Bahnmisere auf der Hochrhein-Strecke in Berlin angekommen sein. Auf Einladung von Felix Schreiner war die verkehrspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Daniela Ludwig, in den Süden der Republik gereist, um sich vor Ort selbst ein Bild von den drängenden Probleme auf Straße und Schiene zu machen. Einer fast schon romantischen Bootsfahrt im Bereich Rheinfelden/Schwörstadt folgte auf der nächsten Etappe die Ernüchterung.

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Bei der Fahrt in der Regionalbahn von Wehr-Brennet nach Waldshut erlebte sie, mit welchen Hürden die vielen Tausend Pendler regelmäßig zu kämpfen haben. Zwar fuhr der Zug pünktlich in den Bahnhof in Waldshut ein, die Weiterfahrt nach Lauchringen verzögerte sich jedoch um zehn Minuten, weil die Regionalbahn einen Interregio-Express passieren lassen musste. Da nutzte es auch nichts, dass ein Verkehrsvertragsmanager der DB-Regio mit an Bord war. Aber einen kleinen Trost gab es dennoch. Die Verspätung dauerte tatsächlich exakt zehn Minuten. So wie es die Durchsage im Zug zuvor angekündigt hatte.