Frau Blankenhorn-Theiss, haben als neu gewählte Stadträtin die ersten Sitzungen des Gemeinderates Waldshut-Tiengen erlebt. Haben Sie sich die Arbeit im Gremium so vorgestellt?

Eigentlich hatte ich keine so ganz klaren Vorstellungen wie sich die Arbeit im Gremium anfühlt. Sehr spannend finde ich zu erleben, dass wir ein Gruppe von sehr unterschiedlichen Menschen/Persönlichkeiten sind, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich die Entwicklung der Stadt vorwärts zu bringen. Nach meinem Erleben spielt da Parteizugehörigkeit eine untergeordnete Rolle – was ich sehr angenehm empfinde.

Warum haben Sie sich als Kandidatin aufstellen lassen? Was wollen Sie in der Stadt bewegen? Haben sich Ihre Erwartungen bisher erfüllt?

Ich lebe seit etwas mehr als 20 Jahren in Waldshut-Tiengen, und ich fühle mich hier sehr wohl – die Entwicklung unserer Stadt liegt mir am Herzen. Für das Gremium Gemeinderat finde ich es wichtig, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zusammenkommen. Als Ärztin liegen mir die sozialen Themen wie Gesundheitsversorgung und attraktives, gesundes Leben für Jung und Alt besonders am Herzen. Die Erwartung, dass es eine spannende Sache ist, die mir viele neue Einblicke in das Stadtgeschehen bringt, hat sich bisher positiv erfüllt.

Was war bisher für Sie als Stadträtin die größte Herausforderung?

Ich empfinde es als große Herausforderung, die komplexen Zusammenhänge von ganz verschiedenen Themen zu verstehen. Besonders schwierig finde ich es, sich in die bereits laufenden Projekte einzufinden und diese zu verstehen. Ich empfinde es als ganz besondere Herausforderung, zu den verschiedenen Themen eine eigene Haltung/Position zu entwickeln.

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Welche Themen waren für Sie bisher besonders spannend und warum?

Die Themen, die mit der Stadtentwicklung, mit Stadtvisionen zu tun haben – Tourismuskonzept, Zentrenkonzept und Stadtplanung, Verkehrsprojekte – finde ich besonders spannend, weil diese Projekte so wichtig sind für eine zukunftsorientierte Entwicklung unserer Stadt. Spannend fand ich es auch, die verschiedenen Abteilungen der Verwaltung mit ihren Vertretern kennenzulernen und zu erleben, dass hier kompetente, engagierte Menschen arbeiten, die sich für das Funktionieren der Stadt einsetzen.

Welches Thema/Projekt liegt Ihnen für die Zukunft am Herzen?

Die Themen, die sich mit Stadtentwicklung beschäftigen liegen mir besonders am Herzen. Hier besonders die Themen Gesundheitsversorgung, bezahlbares Wohnen für Jung und Alt, Verbesserung der Verkehrssituation.

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Welche Herausforderungen kommen nach Ihrer Sicht noch auf den Gemeinderat zu?

Ich sehe es als Herausforderung, wie wir unsere Innenstädte noch mehr beleben können. Und die Frage: Was können wir uns in den nächsten Jahren für unsere Stadt leisten – Bedarf von kostspieligen Projekten für die wichtige Zukunftsentwicklung der Stadt vs. knapper werdende Kassen.

Wie hoch ist der Zeitaufwand, um sich für die Sitzungen vorzubereiten?

Das kann ich nicht so pauschal beantworten. Auf jeden Fall kostet es schon Zeit, sich mit den für eine Gemeinderatssitzung anstehenden Themen vertraut zu machen. Dafür hat man etwa eine Woche Zeit – diese Zeit brauche ich auch.

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Könnten Sie sich schon jetzt vorstellen, in vier Jahren erneut als Stadträtin zu kandidieren?

Bisher habe ich es nicht bereut, für dieses spannende Amt kandidiert zu haben. Ich bin selbst noch gespannt, wie ich diese Frage in vier Jahren beantworten werde.

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