103 Schüler aus den vier Abschlussklassen der Robert-Schuman-Realschule in Waldshut haben die mittlere Reife geschafft. Zehn Schüler, deren Notendurchschnittsnote besser als 2 ist, erhielten einen Preis aus der Hand von Schulleiterin Lisa Bosch. Mit einem Notenschnitt von 1,2 ist Sveva Köpfler die Beste ihres Jahrgangs.

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Für diese Leistung erhielt sie zusätzlich den neu geschaffenen Blois-Preis der Robert-Schumann-Realschule. Für weitere 13 Schüler, deren Notendurchschnitt zwischen 2 und 2,2 liegt, gab es ein Lob. Schulsprecherin Julia Niegot wurde für ihr großes soziales Engagement mit dem Sozial-Preis der Robert-Schuman-Realschule ausgezeichnet

Feier wieder in der Stadthalle

Die Klassenlehrer Annabell Bächle, Ann-Katrin Reinhardt, Leo Topka und Peter Rapp überreichten den Absolventen ihre Abschlusszeugnisse. In einer sehr emotionalen Rede wandte sich Schulleiterin Lisa Bosch in der voll besetzten Waldshuter Stadthalle, erstmals wieder seit vier Jahren, an die Schulabgänger und ihre Eltern. „For knowledge itself is power – Wissen ist Macht!“, zitierte Lisa Bosch den großen englischen Philosophen Sir Francis Bacon. „Wir sollten dieses Zitat heute nochmals überdenken“, so Lisa Bosch weiter.

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„Wissen ist zunächst die Grundlage dafür, dass man die Wirkung und Konsequenz einer Ursache erkennen und erklären kann. Aber ist es nicht in erster Linie Verantwortung, die mit dem Wissen einhergehen soll? Das Erkennen, dass es nicht Macht, sondern Verantwortung bedeutet, die mit dem erworbenen Wissen einhergeht, ist der zwingend notwendige Schritt, ein vor allem interventionsfähiger, aber auch aktiver und couragierter Teil dieser Gesellschaft zu werden, in der rechtspopulistische Parteien großen Zulauf erfahren.“

Abschluss als Sprungbrett nutzen

Der Waldshut-Tiengener Oberbürgermeister Philipp Frank forderte die Absolventen auf, die mittlere Reife, die ja nicht „das Ende der Fahnenstange“ sein könne, als Sprungbrett zu nutzen. „Sinnvollerweise fangt ihr eine Ausbildung an oder strebt den nächst höheren Abschluss an. Vor allen Dingen ist es wichtig, den eingeschlagenen Weg durchzuziehen und zu einem Abschluss zu bringen.“ Die Elternbeiratsvorsitzenden Frank Döbele und Marion Kral forderten die Schulabgänger auf, immer vorwärts zu schauen und nie den Kopf in den Sand zu stecken, für etwas zu kämpfen und die Zähne zusammenzubeißen. „Nur das bringt einen immer voran im Leben.“

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Für die Absolventen bedankte sich Schulsprecherin Julia Niegot bei den Klassenlehrern: „Sie mussten unsere Launen ertragen, haben Konflikte gelöst und uns voller Begeisterung die letzten beiden Jahre bis an unser Ziel geführt“. Zudem dankte sie den Fachlehrern, die sie „super“ auf die Prüfungen vorbereitet hätten. Mit kurzen Ansprachen und Auftritten bedankten sich auch die einzelnen Klassen bei ihren Lehrkräften.

Umrahmt wurde das abendfüllende Programm, das von Schulsprecherin Julia Miegot, Lara Huber und Christian Schnur moderiert wurde, von der Bläserklasse 6a, der Lehrer- und der Schulband.