45 Kinder werden dieses Jahr in der Hebelschule in Tiengen eingeschult. Die Grundschule ist eine verbindliche Ganztagsschule und gehört damit zu den zwei Prozent der Ganztagsschulen in Baden-Württemberg. Die Schule ist aber nicht nur eine Ganztagsschule, sie ist auch eine Einrichtung, in der Kinder mit und ohne Behinderung von der ersten bis zur vierten Klasse inklusiv beschult werden. Von 210 Schülern haben etwa 21 Kinder eine Behinderung.

Inklusion als Alternative

Dieses Jahr werden diese Kinder das erste Mal an weiterführende Schulen im Landkreis Waldshut gehen. „Das ist eine echte Herausforderung für uns“, erklärte Direktor Frank Intlekofer. „Insgesamt ist die Inklusion eine Alternative für die Eltern und wir haben uns dadurch weiter entwickelt“, sagte Intlekofer. Die Lehrerversorgung dieses Jahr sei gut, erklärte der Schulleiter.

Neue Lehrkräfte

Sie hätten 18 Lehrkräfte und drei Sonderpädagogen. Für die zwei Lehrkräfte, die die Schule vor den Sommerferien verlassen hätten, habe man zwei neue Pädagogen bekommen. Neben Josefine Leu, die bereits ihr Referendariat an der Schule absolviert habe, hätten sie den Gymnasiallehrer Oliver Hihn gewinnen können. Als Sonderpädagogin neu dazu gekommen sei Nicole Menzel.

Förderung für starke Schüler

Im Februar dieses Jahres sei die Hebelschule als eine von 39 Schulen in das Projekt „Leistung macht Schule“ aufgenommen worden, im Herbst gehe es richtig los. Ziel sei die Förderung leistungsstarker Schüler. „Von Inklusion bis Leistung, wir werden allen Schülern gerecht und wir wollen für jedes Kind den bestmöglichen Lernerfolg erzielen“, erklärte Intlekofer.

Fokus auf Rechtschreibung und Englisch

Neu sei ebenfalls seit diesem Schuljahr die Umsetzung des Rechtschreibrahmens, der für Baden-Württemberg gelte. Hier sei geregelt, was die Schüler in den vier Jahren können sollten. Zum ersten Mal werde vorgegeben, welche Rechtschreibthemen die Schulen von der ersten bis zur zehnten Klasse zu bearbeiten hätten. Weiterhin biete die Hebelschule im Gegensatz zu anderen Grundschulen das Fach Englisch ab der ersten Klasse an. Teilweise werde der Unterricht bilingual durchgeführt, so Intlekofer. „Das Kollegium ist sehr aktiv, alle sind an der Planung beteiligt und zeigen ein hohes Maß an Engagement“, lobte Intlekofer.