„Omas gegen rechts“ – das hört nach einer Seniorengruppe an. Ist es aber nicht. Es ist eine Initiative, die sich gegen Rechtsextremismus richtet. Die Idee kommt aus Österreich, wo sich die erste Gruppe formierte. „Omas“ und andere erwachsene Frauen und Männer stellen sich öffentlich mit Plakaten und kreativen Ideen gegen Rechtsextremismus, mit Aktionen, Demonstrationen und privat. Inzwischen gibt es auch in der Schweiz und in Deutschland viele Gruppen mit dem gleichen Ziel.

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In Freiburg hätten sich innerhalb weniger Monate 120 Mitglieder zum friedlichen Kampf gegen rechts zusammengeschlossen, heißt in der Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF). Sie hat in Zusammenarbeit mit dem Verein Grieshaber 4, Leben, Arbeit, Kunst und im Rahmen der Frauenaktionswochen eine Veranstaltung in der GWA in Waldshut organisiert, in der die Arbeit der Gruppe Freiburg vorgestellt wird.

Die Idee ist in Waldshut angekommen

„Eine unserer ASF-Frauen hat einen Bericht mitgebracht, so sind wir darauf gestoßen“, sagt Claudia Hecht, Vorsitzende der SPD Waldshut. Sie wünscht sich, dass die Veranstaltung dazu beiträgt, dass auch am Hochrhein, im Kreis Waldshut eine Gruppe entsteht.

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Es ist bis jetzt nur eine Idee, bisher habe die ASF noch keine Anstrengungen unternommen. „Wir hätten gerne so eine Gruppe im Kreis“, sagt Claudia Hecht. Rechtsextremismus dürfe nicht sein. Hecht: „Wir müssen ein friedliches Zeichen dagegen setzen, den Leuten klar machen, dass Rechtspopulisten zu wählen, keine Alternative ist.“ In Deutschland gibt es 57 Gruppen. „Der Hochrhein ist Brachland“, sagt die SPD-Vorsitzende. Claudia Hecht hofft, dass am Sonntag sich viele für die Idee begeistern.

Warum „Omas“? „Das sind vielleicht die Gründer. Ob 30 oder 60, männlich oder weiblich, das ist egal. Ich denke, der Name ‚Oma‘ schafft Vertrauen“, vermutet Hecht.

Termin: Die Gruppe Freiburg der Initiative „Omas gegen rechts“ stellt sich am Sonntag, 13. Oktober, 17 Uhr, in Waldshut, Grieshaberstraße 4 (GWA) vor. Claire Désenfant und Angelika Fabry-Flashar, zwei der drei Vorsitzenden, der Gruppe Freiburg referieren bei freiem Eintritt.

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