Zum dritten Mal machte die Fridays-for-Future- Bewegung in Waldshut ihrem Unmut und ihren Forderungen Luft. Am Freitag, dem weltweiten Fridays-for-Future-Aktionstag, gingen wieder Schüler und auch Erwachsene aller Altersgruppen auf die Straße, um für das Klima und die Zukunft der Erde zu demonstrieren. Begleitet von Ordnern aus den Reihen der Bewegung und einigen Polizeikräften, marschierten rund 250 Demonstranten friedlich aber lautstark durch Waldshut.

Prägnante Worte: Jan Amann aus Remetschwiel, „Kopf“ der Waldshuter Fridays-for-Future-Bewegung, spricht zu den Demonstranten.
Prägnante Worte: Jan Amann aus Remetschwiel, „Kopf“ der Waldshuter Fridays-for-Future-Bewegung, spricht zu den Demonstranten. | Bild: Ursula Freudig

Vom Treffpunkt Post in der Wallstaße ging es Richtung Liebfrauenkirche, an ihr vorbei durchs Obere Tor zum Conrad Gröber Platz, wo eine Kundgebung stattfand. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns uns‘re Zukunft klaut“ war eine der Parolen, die immer wieder gerufen wurde. Prägnante Worte auf mitgeführten Bannern und Schildern unterstrichen die Anliegen der Demonstranten. Der aus rund zwölf Schülern bestehende harte Kern der Waldshuter Fridays-for-Future-Bewegung mit dem Remetschwieler Jan Amann an der Spitze, hatte die Demo organisiert.

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Sie fand erstmals nicht bei Tageslicht, sondern nach Einsetzen der Dunkelheit am frühen Abend statt. Dies und das regnerische Wetter machte Amann dafür verantwortlich, dass im Vergleich zu den ersten beiden Demonstrationen die Teilnehmerzahl deutlich geringer war. Unvermindert groß war der Nachdruck, mit dem in Wort und auch Musik die führenden Mitglieder der Bewegung auf die „Leiden“ des Planeten und seiner Lebewesen aufmerksam machten und ein konsequentes Gegensteuern der Politik zu einer Rettung forderten.

Sichtbarer Protest: Die Demonstranten laufen mit Bannern und Schildern von der Wallstraße Richtung Conrad Gröber Platz.
Sichtbarer Protest: Die Demonstranten laufen mit Bannern und Schildern von der Wallstraße Richtung Conrad Gröber Platz. | Bild: Ursula Freudig

Wirkungslos nannte Jan Amann in diesem Zusammenhang das „Klimapäckchen“ der Bundesregierung. Der schnelle Ausstieg aus der Kohle und der zügige Ausbau erneuerbarer Energien waren zentrale Forderungen der Demonstranten. An einem Stand gab es Fridays-for-Future-Sticker und auch Infomaterial, wie jeder umweltbewusster leben kann.

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Die Waldshuter Fridays-for-Future-Gruppe hatte an dem Abend außerdem zu einem Runden Tisch ins Jugendcafe ins Kornhaus eingeladen. Nur eine Handvoll Interessierter nutzte dieses Angebot. „Ihr stört und das ist gut so“, lobte einer der Anwesenden die Gruppe. Jan Amann stellte weitere Fridays-for-Future-Aktionen in Waldshut in Aussicht. Er machte die Entscheidung darüber auch von den Ergebnissen des Klimagipfels in Madrid abhängig, der gestern begonnen hat.