Im traditionellen Rahmen, mit Rehessen und Musik, fand im Gemeindehaus Gaiß die Bürgerversammlung für die beiden Ortsteile Gaiß und Waldkirch statt. Für einen musikalischen Auftakt sorgte der Musikverein Gaiß-Waldkirch unter der Leitung von Marina Reichmann. Die Bewirtung lag in den Händen der Oldtimerfreunde.

Ortsvorsteher Matthias Rüd freute sich, wieder viele Bürger und Gäste begrüßen zu können, unter ihnen Bürgermeister Joachim Baumert, die Stadträte Peter Kaiser aus Waldshut, Eugen Schupp und Harald Würtenberger aus Eschbach und Armin Arzner aus Oberalpfen. Zu Gast war auch Lorenz Eschbach aus Schmitzingen, Kommandant des Ausrückverbandes West. Zu den herausragenden Ereignissen des vergangenen Jahres, so berichtete Bürgermeister Joachim Baumert, zählte die Wiedereröffnung der umgebauten Stadthalle. Davon profitierte auch der Musikverein Gaiß-Waldkirch, der sein Jahreskonzert wieder im gewohnten Rahmen in der Stadthalle Waldshut ausrichten konnte.

Für Matthias Rüd war es ein besonderes Anliegen, den vielen Helfern im Dorf zu danken, die zu einem guten Miteinander und zu einer gut funktionierenden Dorfgemeinschaft beigetragen hatten. Namentlich nannte er die beiden Wegewarte Thomas Tröndle und Harald Schulz, Lisa Schilling und Walter Basler, zuständig für die Friedhofspflege, die Mesnerinnen Maria Amann und Ursula Rüd und den Landfrauen, die sich um die Halle und die Grünanlagen kümmern.

Im vergangenen Jahr, so Matthias Rüd, wurden Sanierungsarbeiten an der Halle durchgeführt, die Außenbeleuchtung wurde erneuert und eine neue Küche mit hochwertiger Industriespülmaschine installiert. Im Neuen Jahr sollen die zu hoch stehenden Schachtdeckel abgesenkt werden, die zum Problem für den Winterdienst geworden sind.

Bürger Walter Amann erkundigte sich nach dem Breitbandausbau. „Bei uns im Dorf geht ja fast gar nichts mehr“, klagte er. Baumert erklärte: Ein genaues Datum könne er nicht nennen, aber die Telekom sei beauftragt, in einem Zeitrahmen von zwei Jahren die Arbeiten abzuwickeln, „aber so lange wollen wir natürlich nicht warten“. Joachim Auer fragte nach den Gebühren, „die meisten sind der Ansicht, dass es so bleibt wie bisher“. Man werde die Bevölkerung rechtzeitig über das Gemeindeblatt informieren, so Baumert. Lorenz Eschbach erinnerte an das längst fällige Feuerwehrgerätehaus in Waldkirch. „Ich hoffe, dass die Pläne im neu gewählten Gemeinderat konkrete Formen annehmen“, sagte er.

Einwohnerzahlen: Nach zwei Sterbefällen, sechs Geburten und sechs Zuzügen stiegen die Einwohnerzahlen von 227 auf 237.