Herr Schupp, Sie haben als neu gewählter Stadtrat die ersten Sitzungen des Gemeinderates Waldshut-Tiengen erlebt. Haben Sie sich die Arbeit im Gremium so vorgestellt?

Da ich als Ortsvorsteher schon in der Vergangenheit bei den Gemeinderatssitzungen dabei war, sind mir die Abläufe in Teilen bekannt gewesen. Die Arbeit im Gremium ist sehr konstruktiv und angenehm.

Warum haben Sie sich als Kandidat aufstellen lassen? Was wollen Sie in der Stadt bewegen? Haben sich Ihre Erwartungen bisher erfüllt?

Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass man sich politisch engagiert und Meinungen aktiv vertritt. Da ein größerer personeller Umbruch des Gemeinderates klar war, gab es für neue Kandidaten die Chance, sich dieser Aufgabe zu stellen. Auf kommunaler Ebene habe ich am besten die Möglichkeit, politisch Akzente zu setzen und direkt Einfluss zu nehmen.

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Was war bisher für Sie als Stadtrat die größte Herausforderung?

Es gibt natürlich eine Menge vieler neuer Informationen, die man verarbeiten und viele Sachthemen, über die man sich informieren muss. Eine große Herausforderung ist für mich, sich in den Haushaltsplan für 2020 einzulesen, dies erfordert einen hohen Zeitaufwand.

Welche Themen waren für Sie bisher besonders spannend und warum?

In dieser kurzen Zeit gab es bereits einige interessante Themen zum Bearbeiten. Da ich der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke angehöre, war hier die Neubesetzung der Geschäftsführung ein wichtiger Punkt.

Welches Thema/Projekt liegt Ihnen für die Zukunft am Herzen?

Wir brauchen ein attraktives Umfeld für junge Familien, damit sie sich entscheiden, hier bei uns in Waldshut-Tiengen zu leben. Hierbei gilt es ein gutes Betreuungs- und Bildungsangebot zur Verfügung zu stellen. Bei all den großen Themen in den beiden Städten dürfen wir die Ortsteile nicht vergessen. Hier gilt es, die gute Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, vor allem der Breitbandausbau muss jetzt zügig abgeschlossen werden.

Welche Herausforderungen kommen nach Ihrer Sicht noch auf den Gemeinderat zu?

Da gibt es eine ganze Reihe, sehr wichtig wird sein, die knapper werdenden finanziellen Mittel effizient einzusetzen. Da auf der Wunschliste einige größere Investitionen stehen, gilt es genau abzuwägen, welche notwendig und langfristig sinnvoll sind. Der Verkehr in Waldshut-Tiengen wird immer eine Herausforderung bleiben. Hier spielt die Elektrifizierung der Hochrheinbahnstrecke eine bedeutende Rolle.

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Wie hoch ist der Zeitaufwand, um sich für die Sitzungen vorzubereiten?

Das ist sehr von den Sachthemen abhängig und variiert sehr stark. Hilfreich ist hierbei der Austausch in der Fraktion, da je nach Schwerpunkt gutes Hintergrundwissen einzelner Personen herangezogen werden kann.

Könnten Sie sich schon jetzt vorstellen, in vier Jahren erneut als Stadtrat zu kandidieren?

Grundsätzlich ja, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann man keine sichere Aussage treffen. Wir sind erst seit kurzem im Amt und die richtige Arbeit hat erst nach den Sommerferien begonnen. Jetzt gilt es zuerst die nächsten Jahre eine gute Arbeit für die Stadt Waldshut-Tiengen zu leisten. Außerdem muss solch eine Tätigkeit eng mit der Familie abgestimmt werden, ohne ihre Unterstützung geht es nicht.

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