In der Winterzeit häufen sich die Unfälle in der Region aufgrund von Glätte, Nebel oder auch Schnee. Erst jüngst ist es wegen Glatteis in Weilheim zu einem Unfall mit zwei Verletzten gekommen. Vor Ort waren Rettungskräfte wie Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz oder Polizei. Wie gefährlich das Ausrücken zu Unfallstellen für die Rettungskräfte ist, weiß Peter Wolf, Stadtkommandant in Waldshut-Tiengen.

„Auch unsere großen Einsatzwagen sind nicht sicher vor Glatteis. Es gibt keinen Unterschied zu den normalen Autos.“ Deshalb steht auch für die Feuerwehrkräfte fest: Sicherheit steht an oberster Stelle. Und so könne es aufgrund des Wetters auch mal ein paar Minuten länger dauern, bis die Feuerwehr vor Ort ist. Matthias Block, Kommandant der Weilheimer Feuerwehr: „Wir warnen unsere Kameraden immer, vorsichtig zu fahren, speziell im Winter. Denn es bringt niemandem etwas, wenn uns auch etwas passiert.“ Das sei in seinen elf Jahren als Kommandant bisher aber noch nicht der Fall gewesen.

Auch Peter Wolf kann sich nicht daran erinnern, dass in seiner Zeit als Stadtkommandant bei einem Einsatz Feuerwehrkräfte in einen Unfall verwickelt waren. „Die Gefahr ist gerade im Winter aber immer da.“ Gut kann sich Peter Wolf an einen Einsatz erinnern, bei dem die Feuerwehr aufgrund von Glatteis nicht an die Unfallstelle gekommen ist.

„Wir mussten damals die Autos stehen lassen und sind hunderte Meter zu Fuß gegangen.“ Das größte Problem im Winter sei für die Feuerwehr nicht der Schnee, sondern die Glätte. „Sobald es in den höher gelegenen Ortsteilen wie Aichen, Krenkingen, Oberalpfen oder Waldkirch schneit, ziehen wir bei all unseren Fahrzeugen Schneeketten drauf. So sind für einen Einsatz gleich bereit, und wir müssen nicht erst 20 Minuten die Schneeketten montieren.“ Weil Spikes seit Jahrzehnten in Deutschland verboten sind, gebe es auch bei der Feuerwehr keine Möglichkeit mehr, bei Glatteis sicher zu fahren.

Zwar häufen sich die Unfälle laut Wolf im Winter, allerdings handle es sich meistens eher um leichte Unfälle. „Wenn es auf den Straßen glatt ist, dann passen die meisten Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit dem Wetter an. Was häufig passiert ist, dass Autos ineinander rutschen. Wenn die Geschwindigkeit dabei aber gering ist, gibt es glücklicherweise seltener Verletzte.“

Ein spezielles Winter-Fahrsicherheitstraining gebe es für die Mitglieder der Feuerwehr nicht. Peter Wolf: „Es gibt aber Schulungen, wie sich die Fahrer in Extremsituationen richtig verhalten, wenn zum Beispiel plötzlich ein Fußgänger auf die Straße springt und man schnell mit den großen Einsatzwagen ausweichen muss. Je nach Wetterlage warnen wir natürlich unsere Kameraden, bevor sie ausrücken. Denn wer ein Feuerwehrauto fährt, trägt auch die Verantwortung für seine Kameraden die mit im Wagen sitzen.“ Und das können neben dem Fahrer bis zu acht Kameraden sein.