In gleich drei Ausschüssen möchte der Werbe- und Förderungskreis Waldshut (W+F) sich ab diesem Jahr politisch engagieren. „Wir wollen politischer werden“, verkündete Vorsitzender Christian Straub während der Hauptversammlung am Donnerstagabend.

Dabei wolle man sich vorrangig auf Stadtmarketing, Veranstaltungsbewerbung und Stadtentwicklung konzentrieren. Das Ziel ist, stärker in die Erarbeitung von Lösungen involviert zu sein, die den Handels- und Dienstleistungsstandort Waldshut stärken.

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Die eingeschränkte Erreichbarkeit der Waldshuter Innenstadt macht den Geschäftsleuten nach wie vor zu schaffen. „Es ist eine Katastrophe“, sagte Straub. Tiefbauamtsleiter Theo Merz berichtete über die Probleme bei der Sanierung der Kolpingbrücke, deren Fertigstellung sich noch bis November verzögern soll.

Immerhin werde der zweispurige Verkehr voraussichtlich Ende Juni freigegeben. Auch die anstehende Sanierung der Rheinstraße sowie die drei möglichen Standorte für ein neues Parkhaus (auf dem Kornhausparkplatz, neben der Hochrheinsporthalle und auf dem unteren Chilbiplatz) stellte Merz kurz vor.

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Für die Veranstaltungen des vergangenen Jahres zieht der W+F eine positive Bilanz. Besonders gelungen, da zum ersten Mal seit 16 Jahren ohne Regen, waren die Filmnächte. Ebenfalls zufrieden war man mit dem Debüt von „Home Sweet Home“ Ende des vergangenen Jahres, das ausschließlich über soziale Medien beworben wurde.

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Neu in diesem Jahr war bereits „Like a Kaiser“ vergangene Woche. Am 20. und 21. September soll es während des „Fashion & Food Festivals“ eine Fortführung geben, diesmal aber für die weibliche Klientel. Ebenfalls neu ist in diesem Jahr eine Eisbahn auf dem Viehmarktplatz während des Weihnachtsmarkts und bis zum Ende der Weihnachtsferien. „Wir werden das durchziehen“, sagte Andreas Weißenberger, der von der aufwendigen Aktion berichtete.

Wohin der große Weihnachtsbaum verlegt werde, der normalerweise auf dem Viehmarktplatz steht, stehe aber noch nicht fest. Zudem werde geprüft, ob während der Aktion die Parkplätze am Landratsamt an Samstagen und Sonntagen geöffnet werden könnten.

Ebenfalls für dieses, spätestens aber für kommendes Jahr muss ein Ersatz für die marode Weihnachtsbeleuchtung eingeplant werden. „Die Lichter werden nicht ausgehen, es wird aber etwas neues kommen“, kündigt Straub an.

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Einen Appell richtet der W+F in Sachen Wettbüros an die Stadtverwaltung. Diese scheinen sich neuerdings ebenso schnell auszubreiten, wie seit mehreren Jahren die Nagelstudios. Das Problem soll mit der Stadt diskutiert werden. Gitta Wehrle-Maier schlug vor, gemeinsam mit der Stadt Vermieter der Innenstadt einzuladen, um vor den Konsequenzen der Vermietung an solche Etablissements zu warnen.

Straub, von Beruf Rechtsanwalt, und Bürgermeister Joachim Baumert äußerten sich kritisch zur Rechtslage für ein solches Vorhaben. Die Möglichkeit für einen gemeinsamen schriftlichen Appell wolle man aber prüfen.

Wahlen

Bei den turnusgemäßen Wahlen stellte sich Jörg Holzbach, bisher stellvertretender Vorsitzender, aufgrund seiner Gemeinderatskandidatur nicht mehr zur Wahl, bleibt dem W+F aber als Beirat erhalten. Auf seine Position rückte Thomas Wartner auf. Dessen Amt des dritten Vorsitzenden übernimmt künftig Stefanie Kaiser. Vorsitzender bleibt Christian Straub, Schriftführerin Margarete Lenz und Kassierer Ingo Heitz.

Alle Wahlen waren einstimmig, außer jene von Straub mit einer Enthaltung. Neu im Beirat sind Armin Dörflinger, Ulrich Gröber und Volker Seipp. Der Beirat wurde einstimmig gewählt.