Entgegen der Ankündigung vor einem Jahr hat doch wieder Ortsvorsteherin Esther Koch die Einwohner Detzelns zur Bürgerversammlung begrüßt. Die gesundheitlichen Gründe, die Koch vor einem Jahr bewegt haben, nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen, würden immer noch bestehen.

Jedoch wurde keine andere Lösung als Nachfolge gefunden. Dazu seien nun ihre Aufgaben und Verantwortungen auf den gesamten Ortschaftrat verteilt worden. Während sie sich weiterhin der Senioren- und Vereinsbetreuung, Verwaltungsaufgaben und Wahlen annimmt, sind die übrigen Ressorts nun anderweitig vergeben.

Die Aufgabenverteilung

Die Einwohnerzahl ist 2019 etwas zurückgegangen (305 Einwohner; 295 mit Hauptwohnsitz). Zwei Todesfällen stehen drei Geburten gegenüber. Von den frischgebackenen Eltern war ein Vater anwesend. Er hat – mittlerweile traditionell – ein Willkommensgeschenk für seine Tochter erhalten. Oberbürgermeister Philipp Frank überreichte mit den Glückwünschen der Stadt ebenfalls ein kleines Geschenk.

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Das Dorfgeschehen zeigte sich wieder einmal abwechslungsreich. Neben den regelmäßigen Veranstaltungen zur Fasnacht (Guggemusik Tezzilnheimer Schtudehägler), dem Maihock (Männergesangverein Detzeln), Bürgerhock und Seniorennachmittag kamen die 1175-Jahr-Feier, ein Schlachtplattenessen (Schtudehägler) und auch wieder ein „kompletter Satz“ Adventsfenster an den Adventssonntagen hinzu. Die Arbeiten zum Breitbandanschluss sind nahezu abgeschlossen. Der Anschluss und die Inbetriebnahme sollen in den nächsten Wochen erfolgen.

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Die größten Anschaffungen waren mobile Stehtische, ein zweiter Handlauf im Feuerwehrhaus, ein Beamer sowie die Spielgeräte am Spielplatz Breitäckerstraße. Den Kindergarten in Detzeln besuchen zurzeit 25 Kinder aus Breitenfeld, Detzeln und Krenkingen. Damit ist das Kontingent fast ausgeschöpft. Es wurde bereits ein Antrag auf eine weitere Kleingruppe gestellt, damit könnten dann weitere zehn Kinder aufgenommen werden.

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Geplante Maßnahmen für 2020 sind die Dorfputzete am 21. März, die Renovierung der Gemeindewaage sowie ein neues Buswartehäuschen. Oberbürgermeister Philipp Frank informierte über einige 2019 abgeschlossenen Projekte und gab einen Ausblick auf Maßnahmen, die die Kreisstadt 2020 und darüber hinaus betreffen werden.

In der Diskussion zwischen den Bürgern, Ortsvorsteherin Esther Koch und Oberbürgermeister Philipp Frank wurden folgende Themen angesprochen:

  • Wird die Wasserentnahme an Detzelner Hydranten durch das Porphyrwerk genehmigt beziehungsweis kontrolliert und berechnet? Der Sachverhalt sei bekannt, betonte Koch, und man gehe davon aus, dass die Entnahme ordnungsgemäß über eine Wasseruhr abgerechnet wird. Sie werde aber noch einmal nachhaken, ob dies tatsächlich immer noch der Fall ist.
  • Die Tempo-30-Zone oberhalb des Neubaugebiets „Unter den Reben“ werde überhaupt nicht beachtet.Dies sei doch zum Beispiel mit Blumenkübeln erzwingbar. Koch und Frank haben diesen Hinweis aufgenommen.
  • Der Spielplatz am Kindergarten sein veraltet und in einem schlechten Zustand. Auch hier antworteten Koch und Frank, dass sie sich der Sache annehmen werden.
  • Abschließend wurde gefragt, ob schon bekannt sei, welche Geschäfte und Einrichtungen im Klettgau-Carree einziehen werden. Frank berichtete, dass ihm bekannt sei, dass unter anderem Arztpraxen eingerichtet werden sollen. Da dies aber ein privates Projekt sei, seien ihm nicht alle Details zu den Verpachtungen bekannt.