Mit dem Auftritt von Cara, einer Band, die sich der irischen und schottischen Folklore verschrieben hat, ist dem Kulturamt der Stadt Waldshut-Tiengen einmal mehr ein großer Wurf gelungen. Es war das vierte Mal, dass das Kulturamt die Gruppe zum World-Town-Festival verpflichten konnte. Rund 150 Zuhörer erlebten im Gemeindesaal in Gurtweil ein Konzert, das nicht nur Fans keltischer und gälischer Musik mitriss und begeisterte.

Der Name Cara stammt aus dem Irischen und bedeutet Freund. Die Pfälzerin Gudrun Walther hat die Band 2003 gegründet, diese erlebte einen steilen Aufstieg in der irischen Folkszene. 2005 trat die Band, die ursprünglich nur aus deutschen Musikern bestand, erstmals in Irland auf. Es folgten Tourneen durch Europa und die USA. 2010 wurde Cara mit dem „Irish Music Award“ als beste neue irische Band ausgezeichnet, 2018 mit dem Preis „Freiburger Leiter“.

Gudrun Walther, Bandgründerin und Frontfrau von Cara, überzeugte sowohl mit ihrem Gesang als auch mit dem virtuosen Spiel auf der Geige.
Gudrun Walther, Bandgründerin und Frontfrau von Cara, überzeugte sowohl mit ihrem Gesang als auch mit dem virtuosen Spiel auf der Geige. | Bild: Claus Bingold

„Unsere Musik“, sagt Frontfrau Gudrun Walther, „ist eine Mischung aus traditionellen irischen und schottischen Tunes und amerikanischem Folk sowie Eigenkompositionen mit Pop-, Rock- und Jazzelementen.“ Diese Kombination ist es, mit der es Gudrun Walther (Gesang, Geige, Akkordeon), Kim Edgar aus Edinburgh (Gesang, Piano), Hendrik Morgenbrodt (Dudelsack, Flöten) und Jürgen Treyz (Gitarren, Gesang) schaffen, auch Zuhörer zu begeistern, die irischen und schottischen Klängen eher reserviert gegenüberstehen.

Hendrik Morgenbrodt begeisterte die Zuhörer mit einer Eigenkomposition auf den Uilleann Pipes, einer Art Dudelsack. Seine Instrumente stellt der gelernte Holzblasinstrumentenbauer selbst her.
Hendrik Morgenbrodt begeisterte die Zuhörer mit einer Eigenkomposition auf den Uilleann Pipes, einer Art Dudelsack. Seine Instrumente stellt der gelernte Holzblasinstrumentenbauer selbst her. | Bild: Claus Bingold

Die vier Musiker eröffneten ihrem Publikum einen Zugang zu dieser Musik. Gudrun Walther und Kim Edgar überzeugten mit ihren Stimmen und mit virtouser Beherrschung ihrer Instrumente. Hendrik Morgenbrodt begeisterte mit Soli auf den Uilleann Pipes, einem irischen Dudelsack. Morgenbrodt, gelernter Instrumentenbauer, hat ihn für die Band entwickelt.

Jürgen Treyz begleitete auf der Gitarre und mit der Stomp-Mashine. Einerlei, ob Cara traditionelle Lieder interpretierte oder eigene Kompositionen spielte, die Band überzeugte durch die Leichtigkeit, mit der sie das Publikum mitriss. Den vier Musiken konnte man anmerken, dass sie großen Spaß an ihrer Musik haben. Mit unbeschwerter Fröhlichkeit und viel Humor führten Gudrun Walther und Kim Edgar durch das Konzert. Mit ihrem Auftritt in Gurtweil dürfte Cara der Folkmusik viele neue Fans beschert haben.